Herzog Max in Bayern
Eine Vater Tochter Beziehung
Sebastian Horstmann, Yves Suter
 
 
 

         Elisabeth (von Österreich-Ungarn)

(1837-1898), Kaiserin von Österreich und Königin von UngarnElisabeth, genannt „Sisi“, wurde am 24. Dezember 1837 in München als zweite Tochterdes Herzogs Maximilian Joseph in Bayern geboren. Am 24.April 1854 heiratete sie Kaiser Franz Joseph I.Als Mädchen mit der lockeren Zwanglosigkeit der ländlichen Residenz ihrer Eltern inPossenhofen am Starnberger See vertraut und tief durchdrungen von romantischen Gefühlen, trennten Elisabeth und ihren pflichtbewussten Ehemann Welten. Aus ihrer Ehe gingen drei Töchter hervor, die Erzherzoginnen Sophie, Gisela und Marie Valerie, und der Thronerbe Kronprinz Rudolf, dessen Selbstmord 1889 einen schweren Schicksalsschlag für die Kaiserin bedeutete. Aus Abneigung gegen das Hofleben blieb Elisabeth in späteren Jahren dem Wiener und auch dem Budapester Hof immer häufiger und länger fern. Ende der siebziger Jahre gab sich die exzentrische Kaiserin einer neue Leidenschaft hin, dem Reiten, und verbrachte viel Zeit auf Jagden, u.a. in Irland. Ende der achtziger Jahre hatte sie Griechisch gelernt, besuchte die archäologischen Ausgrabungsorte in Griechenland und erwarb schließlich die Villa Achilleion auf Korfu. Die Beziehung zu ihrem Ehemann wurde zunehmend distanziert. Sie hatte ihren Glauben an die Zukunft der Monarchie verloren und ihr gesamtes privates Vermögen in die Schweiz transferiert. Auf einer ihrer zahllosen Reisenwurde sie in Genf von einem italienischen Anarchisten erstochen.Wittelsbacher, bayerische Herrscherdynastie, die von 1180 bis 1918 in Bayern regierte. Der erste urkundlich bezeugte Wittelsbacher war Graf Otto von Scheyern, der um die Mitte des 11. Jahrhunderts Hochstiftsvogt von Freising war. Graf Otto IV. von Scheyern (gestorben 1156), ab 1120 Pfalzgraf in Bayern, benannte sich erstmals 1115 nach der nordöstlich von Augsburg an der Paar gelegenen Stammburg Wittelsbach. Dessen Sohn Otto (als Herzog Otto I.) wurde von Kaiser Friedrich I. 1180 nach dem Sturz Heinrichs des Löwen mit dem Herzogtum Bayern belehnt. In der Folge bauten die Wittelsbacher ihre Herrschaft kontinuierlich aus. Herzog Otto II., der Enkel Ottos I., gewann Anfang des 13.Jahrhunderts durch Heirat die Pfalzgrafschaft bei Rhein für die Wittelsbacher, die bis zur Mitte des 13.Jahrhunderts durch Erbe von Nebenlinien und anderen Adelshäusern ihren Hausbesitz in Bayern bedeutend erweitern konnten. Ab 1806 regierten die Wittelsbacher in Bayern als Könige. Daneben bestand eine herzogliche Linie, der u.a. Elisabeth, die Frau des Kaisers Franz Joseph I. von Österreich, entstammte.Max in BayernMax war schon als Kind ein reiselustiger Mensch.  Erst die Heirat mit seinergleichaltrigen Cousine konnte ihn für einige Zeit  an München binden. Die Inzucht macht sich bei den Kindern des Paares, im Besonderen bei Sisi, durch Weltflucht, Schwermütigkeit undUnruhe bemerkbar. Die Reiselust der beiden führt sie in die Schweiz und nach Italien. Für die Familie kauft das finanziell gutgestellte Paar 28  Kilometer außerhalb Münchens das Schloss Possenhofen, welches im Familienkreis “Possi” genannt wird.Max, ein leidenschaftlicher Reiter, lässt sich eine Pferdearena bauen, in der auch Sisi, die Tiere über  alles liebt, eine Menge Zeit verbringt und so eine ausgezeichnete Kunstreiterin wird.