Theresianum International
Das Theresianum unterstützt seinen Sprachenschwerpunkt durch eine Vielzahl von Schulpartnerschaften in Ländern, in denen diese Sprachen gesprochen werden. Das Spektrum der Zusammenarbeit reicht von zweiwöchigem Klassenaustausch über den Austausch gemischter Gruppen bis hin zur Zusammenarbeit in internationalen Projekten wie Erasmus+.
Auslandsprogramm 2024/25
Austausch
- 2A Lycée Franco Allemande/Buc
- 4A Ecole Alsacienne, Paris
- 4C Lycée Franco Allemande/Buc & Partnerschule Saint Bordeaux Collége Saint-Seurin
- Oberstufengruppe mit der Episcopal High School in Washington
- interessierte Schüler:innen der 6. Klassen mit Rugby, England
Austausch
- 2A Lycée Franco Allemande/Buc
- 4A Ecole Alsacienne, Paris
- 4C Lycée Franco Allemande/Buc & Partnerschule Saint Bordeaux Collége Saint-Seurin
- Oberstufengruppe mit der Episcopal High School in Washington
- interessierte Schüler:innen der 6. Klassen mit Rugby, England
Sprachreise
- 4B Bray, Irland
- 4D & 4E Malta
- 5A Nizza
- 7B & 7C Nizza
- 7D Schottland
Sprachreise
- 4B Bray, Irland
- 4D & 4E Malta
- 5A Nizza
- 7B & 7C Nizza
- 7D Schottland
Projektwoche
alle 6. Klassen Rom
Projektwoche
alle 6. Klassen Rom
Sprach- & Kulturreise
- 7A St. Malo
- Wahlpflichtfaches Französisch Paris
Sprach- & Kulturreise
- 7A St. Malo
- Wahlpflichtfaches Französisch Paris
Kulturfahrten
Internat
- Budapest
- Bratislava
- Kaprun
- Prag
- Pisa
- Salzburg
- Venedig
Kulturfahrten
Internat
- Budapest
- Bratislava
- Kaprun
- Prag
- Pisa
- Salzburg
- Venedig
Erasmus+
Austausch mit unserer Partnerschule Östra Real Gymnasium in Stockholm
Erasmus+
Austausch mit unserer Partnerschule Östra Real Gymnasium in Stockholm
Teilnahme Model European Parliament
Oberstufengruppen Potsdam, Mailand, Szeged, Sofia, Brüssel
Teilnahme Model European Parliament
Oberstufengruppen Potsdam, Mailand, Szeged, Sofia, Brüssel
Erasmus+
Das erfolgreiche Erasmus+ Programm der europäischen Union ermöglicht von 2021 bis 2027 grenzüberschreitende Mobilität für Menschen aller Altersgruppen und Zusammenarbeit im Rahmen europäischer Projekte. In den nächsten Jahren sollen rund 10 Millionen Bürgerinnen und Bürger aus den Bereichen Hochschulbildung, berufliche Aus- und Weiterbildung, Schulbildung (einschl. frühkindlicher Betreuung, Bildung und Erziehung), Erwachsenenbildung und Jugendarbeit europäische Erfahrungen sammeln.
Das bedeutet für schulische Institutionen, dass kurzzeitige oder auch längerfristige Auslandsaufenthalte an Partnerschulen für Schülerinnen und Schüler, allein oder in der Projektgruppe, genauso wie internationale Fortbildungsaufenthalte für einzelne Lehrende organisiert werden können, mit dem Ziel, durch die gewonnenen Erfahrungen positive und nachhaltige Wirkungen im Schulalltag zu erreichen.
Bereits 2020 war es möglich, dafür eine Akkreditierung zu beantragen, was uns auch gelungen ist, und so befindet sich das Gymnasium mit seiner langjährigen Erfahrung im Bereich der europäischen Schulpartnerschaften nun unter den ersten Institutionen, die durch die Akkreditierung für die nächsten sieben Programmjahre einen leichteren Zugang zu geförderten Mobilitäten von Lernenden und Schulpersonal bekommen haben.
Die Europaerfahrungen sind für alle Teilnehmenden persönlich wertvoll und stellen letztlich einen Mehrwert für unsere Schule dar. Sie spiegeln die Begeisterung wider, die durch die internationale Zusammenarbeit entsteht, und die Freude über die wieder gewonnenen Möglichkeiten der direkten Begegnungen vor Ort und wirken so hinein in unseren Schulalltag.
Erasmus Plan Theresianum:
- Ziel 1: Digitalisierung
- Ziel 2: Aufbau eines Naturwissenschaftichen Zweiges in der Oberstufe
- Ziel 3: Fortbildung der Fremdsprachen Lehrkräfte
- Ziel 4: Vertiefung und Ausbau der Europäischen Dimension (Stärkung unseres Netzwerks von europäischen Partnerschulen und Universitäten)
Koordination: Prof. Andrea Bauer (andrea.bauer@theresianum.ac.at)
Förderhinweis und Haftungsausschluss (Disclaimer):
"Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben."
Aktivitäten 2021
Im Herbst 2021 nahm die Europaklasse 5A an der „Pizza Challenge“ teil, zu der die Erasmus+ Nationalagentur im Rahmen der ErasmusDays aufgerufen hatte.
Ziel der ErasmusDays ist es, das Erasmus+ Programm bekannter zu machen und mit unterschiedlichen Aktivitäten viele Menschen zu erreichen und für den europäischen Gedanken zu begeistern. Jedes Jahr beteiligen sich zahlreiche Institutionen europaweit an den ErasmusDays. In Österreich fanden rund 120 Aktionen quer durch das Land statt, um in allen Bundesländern das Programm Erasmus+ zu feiern.
„Wir, die Schülerinnen und Schüler der Europaklasse 5A des Theresianums Wien haben mit viel Freude an der Erasmus+ Pizza Challenge teilgenommen. Die Herausforderung bestand darin, dass man eine Pizza in Gestalt der Flagge eines europäischen Landes backen und ein entsprechendes Photo mit dazugehörigem Text ins Internet stellen sollte. Nach der Anmeldung wählten wir (allein oder in Gruppen zu zweit oder zu dritt) jeweils ein europäisches Lieblingsland, in das wir mit Erasmus+ gerne reisen würden, und fertigten eine Skizze an, wie unsere Pizza aussehen sollte. Danach legten wir fest, welche Zutaten wir für den Belag benötigten. Im Austausch mit den anderen Gruppen fertigten wir entsprechende Einkaufslisten an und besorgten alles.
Am Nachmittag gingen wir schließlich ans Werk. Im kleinen Speisesaal hatten wir genügend Platz, um unserer Projekt durchzuführen. Der Küchenchef stellte uns die benötigten Pizzableche zur Verfügung. Wir versuchten nun, möglichst kreativ eine Pizza zum jeweiligen Lieblingsland zu gestalten.
Unsere belegten Pizzen wurden anschließend in der Schulküche in den Großküchenofen geschoben. In dieser Zeit machten wir die Arbeitsflächen wieder sauber und deckten die Tische. Gemeinsam konnten wir unsere Kreationen ausprobieren. Es schmeckte total gut und hat uns allen richtig Spaß gemacht! Aber das beste an der Sache war, dass wir als Klasse mit unseren Photos am Ende tatsächlich einen Preis gewonnen haben!“
Elias, Fila, Greta, Anna, Flo, Lukas, Bernhard, Vali, Stani, Alexander, Cleo, Matilda, Marie, Letizia, Philipp und Tristan (alle 5A)
In diesem Schuljahr wurde erstmals im Rahmen von Erasmus+ ein gemeinsames Projekt geplant, das zu einem großartigen Gemeinschaftserlebnis für die Teilnehmenden wurde und neue schwedisch-österreichische Freundschaften entstehen ließ.
Aufgrund der Covid 19-Situation mussten sowohl die Reisedaten der Österreicher als auch die der Schweden mehrmals verschoben werden. Als die Schweden endlich vor Ostern nach Wien kommen durften, war das erste Wort, das sie lernten „pandemiebedingt“, und die erste Herausforderung, die es zu meistern galt, zu wissen, wann und wo man eine FFP2-Maske tragen musste.
Doch die Schweden passten sich schnell an und waren mit ihrer sympathischen Art bei den Gastfamilien, den Schülerinnen und Schülern sofort beliebt. Deutsch gehört nach Englisch zu den wichtigsten Fremdsprachen in der Stockholmer Schule und so waren die Schweden aufgrund ihrer Sprachkenntnisse auch leicht in den Schulalltag zu integrieren. Die Woche in Wien verging viel zu schnell. Aktivitäten, die zum besseren Verständnis der unterschiedlichen Kulturen und Traditionen beitrugen, fanden ihren Höhepunkt in einer gemeinsamen Veranstaltung, bei der alle 18 österreichischen TeilnehmerInnen und ihre Familien (inkl. Geschwister), die schwedischen AustauschpartnerInnen sowie die schwedischen und österreichischen ProjektlehrerInnen anwesend waren.
Im Festsaal präsentierten die österreichischen SchülerInnen den ersten Teil ihrer gemeinsamen thematischen Recherchen, im Anschluss gab es ein „schwedisches Buffet“, das von der Schulküche zubereitet worden war.
Schon zwei Wochen später fand der „Rücktausch“ statt. Auf dem Programm mit kulturellem und wirtschaftlichem Schwerpunkt, das Erik Nilsson, der Deutschprofessor von Östra Real, zusammengestellt hatte, standen neben Unterrichtsbesuchen mit Schwedischkurs noch Besichtigungen und gemeinsame Ausflüge mit den Schweden.
Die Highlights aus der Sicht der Teilnehmenden:
Schweden war für mich eine der schönsten Reisen, die ich bis jetzt gemacht habe. Das ABBA Museum war das Highlight für mich, aber alles andere fand ich auch sehr schön. Einen Austausch würde ich jedem empfehlen und der nach Stockholm ist wirklich eine der besten Reisen, die man erleben kann. Auf einer Seite sieht man, wie der Alltag in Stockholm für Leute in unserem Alter ist, auf der anderen Seite ist das Programm und die Besichtigungen sehr abwechslungsreich und spannend. Man lernt sehr viel über die schwedische Kultur und das Leben in dieser schönen Stadt. (Maria Giuchici 7C)
Mir hat das Vasamuseum sehr gefallen, da ich vom guten Zustand des Vasaschiffs zutiefst beeindruckt war. Ich fand auch die Geschichte des Schiffs sehr interessant. (Daniel Cocyan 7D)
Ich fand den letzten Abend mit meinen Freunden und unseren Austauschpartnern sehr schön. Wir sind am Meer gesessen und haben uns den Sonnenuntergang angeschaut. Obwohl wir die Heimfahrt am nächsten Tag im Hinterkopf hatten, haben wir diesen Moment nochmal alle gemeinsam sehr genossen. (Lorenz Kirste 7D)
Um ehrlich zu sein, kann ich mir nicht ein Highlight aussuchen. Alles, was wir gemacht haben, war unglaublich beeindruckend. Was diese Reise von jeder anderen unterschieden hat, ist, dass wir durch den Austausch so viele neue Menschen und Kulturen kennenlernen durften. Wir hatten so viel Spaß gemeinsam und vieles, was wir zusammen erlebt haben, werde ich niemals vergessen. (Karoline Glück 7C)
Die Teilnahme am Erasmus + Programm in Schweden war eine der besten Entscheidungen, die ich je getroffen habe, und eine, die ich nie vergessen werde. Ich hatte die Gelegenheit, viele neue Freundschaften zu schließen und mehr über die schwedische Kultur zu erfahren. Ich werde mich gerne an die Zeit erinnern, die ich in Schweden verbracht habe. (Alexa Vrinceanu 7B)
Wir waren jedenfalls beeindruckt von der Gastfreundschaft der Schweden, der amikalen Atmosphäre in den schwedischen Familien und in der Schule und sagen herzlich „Tack sa mycket!“ (Vielen Dank!)
Mag. Andrea Bauer, Mag. Karoline Loidl
und die „Schwedengruppe“
Die „Single student mobility“ im neuen Erasmus+-Programm sieht vor, dass SchülerInnen allein, ohne erwachsene Begleitpersonen, einen Schulbesuch in einem anderen europäischen Land durchführen können. Damit das auch gut klappt, braucht es viel Vorbereitung von allen Seiten.
In Italien gab es gleich drei Interessentinnen, die das Theresianum besuchen wollten, und so fuhr Prof. Bauer im Herbst nach Mantova, um die schulischen Gegebenheiten zu erkunden, die Schülerinnen persönlich kennenzulernen und die Details mit der verantwortlichen Kollegin Paola Camerlenghi vor Ort zu besprechen.
Gemeinsam wurde das „Erasmus+ Ambassador Programm“ entwickelt, das es nun möglich macht, Einzelmobilitäten im Rahmen von Erasmus+ zwischen unseren beiden Schulen im Austausch anzubieten. Ein „Learning agreement“, das zwischen der Gastschule, der eigenen Schule, den beteiligten SchülerInnen und ihren Eltern unterzeichnet wird, steckt die Rahmenbedingungen ab und klärt im Vorfeld die Verbindlichkeiten: Der jeweilige Gastschüler wohnt bei seiner Gastfamilie, wird dort wie ein Familienmitglied betreut und taucht so in das Alltagsleben seines Austauschpartners ein. Er lernt den Unterricht in der Gastschule kennen und agiert als „Erasmus+Botschafter“ seines Landes, indem er darauf vorbereitet ist, in unterschiedlichen Klassen seine eigene Schule, seine Stadt bzw. sein Land zu präsentieren und so die europäische Dimension im Schulalltag zu verstärken. Die Erasmus+Koordinatoren stehen dem Gastschüler als Ansprechpartner vor Ort zur Verfügung, damit sichergestellt ist, dass sich der Gastschüler in seiner neuen Umgebung rasch zurechtfindet und sich wohl fühlt. Nach der Rückkehr in die eigene Schule werden die Auslandserfahrung der Schulgemeinschaft präsentiert.
Aufgrund der positiven Rückmeldungen der Teilnehmerinnen, wird dieses Projekt im nächsten Jahr ausgeweitet und so künftig mehr SchülerInnen die Möglichkeit geben, europäische (Schul-) erfahrungen zu sammeln.
„Im Rahmen von Erasmus+ verbrachten wir zehn Tage in der norditalienischen Kleinstadt Mantua. Wir besuchten das Liceo Classico „Virgilio“, das sich in einem alten Palazzo in der wunderschönen Altstadt befindet und wohnten bei unseren Austauschpartneriinnen und deren Familien. und teilten deren Alltagsleben.
Der grundlegende Unterschied zwischen dem Schulleben in Italien und dem unseren, der uns sofort auffiel, ist die Dauer einer Unterrichtsstunde. In Italien dauert für gewöhnlich eine Unterrichtseinheit 60 Minuten, während wir in Österreich nur 50 Minuten anberaumen. Diese 10 Minuten jeder Stunde scheinen zwar minimal, aber man spürt, dass sie sich ansammeln und am Ende des Tages doch eine ganze Stunde mehr darstellen. Die italienischen Jugendlichen haben von Montag bis Freitag am Nachmittag normalerweise keinen Unterricht, dafür müssen sie aber zusätzlich am Samstag Vormittag in der Schule sein.
Wir hatten in unserem Stundenplan viele Deutschstunden, in denen wir mit unseren Sprachkenntnissen unterstützen konnten. Wir präsentierten unsere Schule und Österreich und tauschten uns mit den Italienerinnen und Italienern über unsere jeweiligen Möglichkeiten der Freizeitgestaltung aus. Englisch, Kunst und Französisch als Unterrichtsgegenstände kamen auch mehrmals vor. Die Klassen, in denen wir Zeit verbracht haben, sind Teil des „Linguistico“ Zweigs der Schule. In diesem Zweig haben die Schüler Englisch, Französisch, Spanisch und Deutsch zur Auswahl. Die Sprachklassen sind in El, BL und Cl geteilt, und jede von diesen Klassen hat eine unterschiedliche Sprache als Schwerpunkt. In der Klasse unserer Austauschpartnerinnen, 4BL, wird neben der italienischen „Maturita“ auch das französische „Baccalaureat“ verfolgt, weshalb die Schüler neben dem üblichen Französischunterricht auch Geschichte auf Französisch haben. Im „Classico Zweig“ wird Latein und Griechisch gelehrt.
Die äußerst offenen und freundlichen italienischen Schülerinnen und Schüler haben uns sofort in die Klassengemeinschaft integriert. Auch in unseren Gastfamilien gab es keinerlei Schwierigkeiten uns einzuleben. Im Gegenteil! An dieser Stelle ein großer Dank an unsere Gastfamilien und an die Schule! Alle waren soooo cool! Jetzt im Nachhinein wäre ich (Rebecca) gerne noch länger dortgeblieben, um mit allen meinen Geburtstag gemeinsam zu feiern.
Candice Felderer 7A, Laura Pallas und Rebecca Vrhovec 7C
Im Mai 2022 ergab sich für mich die tolle Möglichkeit, über unser ERASMUS + Projekt ein Job-Shadowing bei einem Kollegen in unserer Partnerschule dem Östra Reals Gymnasium in Stockholm zu absolvieren. Da ich im Theresianum zusammen mit Professor Huber gerade den Plan für unsere Laborstunden in der 6.Klassen im neuen Science Zweig erarbeite, war ich gespannt auf den dortigen Schwerpunkt.
Im wissenschaftlichen Zweig des schwedischen Gymnasiums werden die SchülerInnen der Oberstufe (10.-12. Schulstufe) ganz speziell auf naturwissenschaftliche Studienfächer vorbereitet. Durch den starken Fokus auf Laborarbeit mit praktischen Experimenten ist diese Schule sehr gut ausgestattet. Ich konnte mir alle naturwissenschaftlichen Räume und die Sammlungen genau ansehen. Besonders ins Auge gefallen ist mir sofort eine in Schweden anscheinend übliche Augendusche, die mit fließendem, körperwarmem Wasser betrieben wird. Neben diesem eher kuriosen Highlight in der Ausstattung fanden sich aber auch viele bei uns vorhandene und übliche Dinge wieder. Zusätzlich durfte ich Unterrichtsstunden in Chemie und Biologie hospitieren und auch an einer Exkursion mit anschließenden Präsentationen der SchülerInnen teilnehmen. In diesen sehr spannenden Tagen konnte ich die für unseren neuen Science-Zweig im Theresianum schon entwickelten Ideen, mit den dort schon lange Jahre praktizierten Übungen vergleichen. Es war eine wunderbare Erfahrung, bei der ich neue Inspiration für unseren Unterricht sammeln konnte.
Prof. Martina Bachtrögl
Lyon, Frankreich, Juli 2022
Im Sommer 2022 bekam ich die Möglichkeit, im Rahmen eines von Erasmus+ geförderten Projektes an einem zweiwöchigen Fortbildungsprogramm für Französisch-LehrerInnen in Lyon teilzunehmen. Dieses Programm wurde von der Organisation „Lyon Bleu“ angeboten und beinhaltete Kurse und Veranstaltungen rund um das Thema Lehren und Lernen der französischen Sprache.
Von 11. bis 22. Juli 2022 kam ich im Rahmen dieser Fortbildung mit zahlreichen Französischlehrkräften aus aller Welt in Kontakt. Die angebotenen Fortbildungsveranstaltungen hatten unterschiedliche thematische Schwerpunktsetzungen, wie beispielsweise die Rolle der Lehrperson im Unterricht, die Möglichkeit des Einsatzes spielerischer Elemente beim Sprachenlernen, die Erarbeitung fremdsprachiger Literatur oder der Einsatz digitaler Medien und Tools im Fremdsprachenunterricht.
Im Zuge eines Pädagogischen Nachmittags an unserer Schule am 16.09.2022 hatte ich bereits die Möglichkeit, meinen FachkollegInnen die Inhalte vorzustellen und weiterzuleiten, die ich mir im Laufe der Fortbildung in Lyon aneignen konnte.
Mag. Carina Miesgang
Universités de Francophonia, Nice, France
Ich durfte im Zuge des Mobilitätsprogramms zwei Wochen in Nizza verbringen, um dort an Fortbildungen speziell für Französischlehrkräfte aus verschiedensten Herkunftsländern teilzunehmen.
Das Programm von insgesamt vier Modulen zu je acht Stunden, sowie Aktivitäten zur Entdeckung der örtlichen Kultur, war äußerst abwechslungsreich und hat neue Möglichkeiten des Unterrichtens der Fremdsprache vermittelt und durch interaktive Kursgestaltung auch zum Ausprobieren vor Ort sowie im Klassenzimmer eingeladen.
Inhaltlich durfte ich Einblicke in theaterpädagogischen Unterricht, Vermitteln einer neuen Sprache durch den neurolinguistischen Ansatz, neue Apps und Tools zur Digitalisierung des Unterrichts, wie beispielsweise storyjumper.com zum Illustrieren von Geschichten., sowie moderne Ansätze zur Übersetzungsmethode mithilfe von Untertitelungssoftware kennenlernen.
Abseits der Kursmodule war vor allem der Austausch mit Kolleg:innen aus aller Welt eine große Bereicherung, da dieser die Vielfalt des Französischunterrichts außerhalb Österreichs eröffnet hat.
Bereits im Unterricht ausprobiert, sowie den Kolleg:innen an der Schule weitergegeben, habe ich eine Vielzahl an E-Tools zur kreativen Unterrichtsgestaltung, zu sowohl Grammatik, Aussprache als auch Textproduktion.
Mag. Andrea Klingenbrunner
Von 9.-14.Oktober 2022 besuchte Johan Nordling, Professor für Naturwissenschaften und Forscher an der Universität Karlstad/Schweden, das Gymnasium Theresianum.
Er besichtigte das naturwissenschaftliche Labor, begleitete den NAWI- Unterricht einiger Klassen und traf sich zum fachlichen Erfahrungsaustausch mit der Gruppe der NAWI-ProfessorInnen.
Er brachte viele Ideen aus seiner langjährigen Erfahrung an seiner Schule mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt für uns mit. Unter seiner Anleitung konnten die Schülerinnen und Schüler des Wahlpflichtfachs „Science“ im Sezierkurs selbst üben, wie eine chirurgische Naht gemacht wird.
Eine Sache, die Prof. Martina Bachtrögl bei der Hospitation seines Unterrichts in Schweden anlässlich ihres Job-Shadowing besonders gefallen hatte, wurde von ihr in der Zwischenzeit nachgebastelt. In Schweden verwendet Kollege Nordling für seine Demonstrationsstunde zur „Scientific Method“ und dem „PDSA-Zyklus“ kleine Zündholzschächtelchen mit unbekanntem Inhalt. Die in Österreich leicht erhältlichen Überraschungseier schienen ihr für die Idee ein „Atom“ zu untersuchen, noch besser geeignet. Mit diesen „Black-Boxes“ ausgerüstet, hielt Kollege Nordling seine Stunde für eine ihrer Gruppen aus dem bei uns neu gestalteten SCIENCE-Zweig. Die Schüler:innen waren mit großem Interesse mit dabei. Diese Einheit wurde mittlerweile auch mit anderen Gruppen gehalten und sie kommt bei den Schülerinnen wirklich gut an.
Auf dem Programm stand außerdem noch ein Besuch in der Akademie der Wissenschaften und die Teilnahme an der Erasmus+ Festveranstaltung „30 Jahre Erasmus+ in Österreich/35 Jahre Erasmus + in Europa“. (https://www.youtube.com/watch?v=VYxqVK3dE1o)
Am 22. und 23. September 2022 fand nach langer Zeit das erste österreichische Erasmus + Vernetzungstreffen statt.
Aus allen Bundesländern kamen die Vertreterinnen und Vertreter akkreditierter Einrichtungen und kurzfristiger Projekte in Wien zusammen, und es war deutlich spürbar, wie froh alle waren, dass nach den pandemiebedingten virtuellen Konferenzen und Webinaren endlich wieder ein persönliches Zusammentreffen möglich war.
Das Team um Ursula Panuschka, der Bereichsleiterin im OeAD für Erasmus+ Schulbildung hatte ein abwechslungsreiches, interessantes Programm zusammengestellt. Durch geschickt geplante Aktivitäten, bei denen wir in unterschiedliche Teams zusammengewürfelt wurden, konnten wir leicht miteinander ins Gespräch kommen und unsere Erfahrungen bei der Koordination der Projektaktivitäten in unseren Schulen austauschen. Am Abend wurde die „European School Education Platform“ vorgestellt und die „European Innovative Teaching Awards“ verliehen.
Am 2. Tag hatten alle Gelegenheit, verschiedenen Arbeitsgruppen zu besuchen. Die Palette reichte vom „Hands-on Workshop zu Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Klima“ über ein „eTwinning Training“, einem „Scratch-Workshop“, Qualitätsmanagement und den „Umgang mit Diversität, Integration und Migration im Kontext Schule“ bis zu „Unterrichtstipps zum Umgang mit Falschnachrichten und Verschwörungstheorien“.
Im abschließenden „World Café“ erörterten wir schließlich unter der Leitung von VertreterInnen des OeAD zentrale Themen unserer Projekte (z.B. Wie findet man neue Projektpartner? Wie setzt man die Erasmus+ Qualitätsstandards an der Schule um? Welchen Versicherungsschutz brauchen TeilnehmerInnen an Mobilitäten? Mit welchem finanziellen Zuschuss werden Projektaktivitäten gefördert? Wie werden Projektergebnisse verbreitet? ....)
Die Veranstaltung war gelungen und hat uns KoordinatorInnen gestärkt in der Überzeugung, dass die Vernetzung unserer Schulen im europäischen Kontext ein wichtiger Beitrag für Schulqualität und die europäische Dimension in der Bildung ist.
Mag. Andrea Bauer
Aktivitäten 2022
Im Dezember 2022 reisten wir als Gruppe von 18 Schülerinnen und Schülern, begleitet von Prof. Andrea Bauer und Prof. Karoline Loidl, nach Stockholm. Jeder von uns hatte davor schon Kontakt aufgenommen mit einem Austauschpartner/einer Austauschpartnerin, bei dem/ der wir eine Woche verbrachten.
Die Reise war vom Zeitpunkt her perfekt geplant, da wir zur Zeit der Nobelpreisverleihung die festliche Stimmung der Stadt miterleben durften.
Am ersten Schultag wurden wir am Eingang von vier schwedischen Jugendlichen, die letztes Jahr am Austausch mit dem Theresianum teilgenommen hatten, empfangen. Sie nahmen uns mit auf eine Tour durch die wichtigsten Räume des Schulgebäudes und machten uns mit dem Schulalltag vertraut. Am Ende hatten sie im Festsaal ein Quiz für uns vorbereitet.
Danach ging es in den Unterricht. Die Schule ist uns vor allem durch ihr positives Schulklima aufgefallen.
Auf dem Programm standen im Lauf der Woche neben dem Unterrichtsbesuch mit Schwedischkurs noch Entrepreneurship Aktivitäten mit den Schülerinnen und Schülern des Wirtschaftszweiges, Besichtigungen (ABBA Museum, Wasa Museum) und gemeinsame Exkursionen mit den Schweden.
Wir haben viele verschiedene Eindrücke gesammelt, von der schwedischen Sprache bis zur skandinavischen Kultur.
Einer unserer Ausflüge führte uns auch in das Nobel-Museum, wo wir viel über die Geschichte rund um Alfred Nobel und die Nobelpreisstiftung lernen durften. Unter den Preisträgern gab es dieses Jahr auch einen österreichischen Wissenschaftler, Anton Zeilinger, dessen Unterschrift wir auf den im Museum ausgestellten Kaffeehausstühlen sehen konnten.
Vor den Osterferien kamen die Schweden schließlich zu Besuch nach Wien, wo sie gemeinsam mit uns die Schule besuchten und Wien besichtigen konnten.
Im Winter hatten wir uns in Zweiergruppen jeweils ein Projektthema ausgesucht, das wir während des Aufenthalts in Schweden recherchiert und mit Hilfe der schwedischen Partner ergänzt hatten. Am „Schwedenabend“ in Wien präsentierten wir unsere Ergebnisse im Festsaal vor unseren Familien und unseren Freunden.
Wir sind sehr dankbar für diese Möglichkeit, die wir durch Erasmus + bekommen haben, und wir wünschen allen zukünftigen Teilnehmerinnen und Teilnehmern ebenfalls eine schöne Reise!
Filomena Gegenbauer 6A, Letizia Ros 6A für die Schwedengruppe
Student Ambassadors in Italien
Dank des Erasmus+ Programmes hatte ich die Chance, im Mai zehn Tage in Mantua zu verbringen. Ich besuchte das Liceo Classico e Linguistico „Virgilio“ in der von der Renaissance geprägten italienischen Kleinstadt. Dort wurde ich in der Familie meines Austauschpartners Marco in der Gemeinde San Silvestro, etwas außerhalb des Stadtzentrums, herzlich aufgenommen. Während meines Aufenthaltes hatte ich die Möglichkeit, das alltägliche Leben eines italienischen Schülers hautnah zu erleben und wertvolle Erfahrungen zu sammeln.
Anders als das Theresianum ist die Schule dort nur eine Halbtagsschule. Das heißt, dass Schüler:innen zu Mittag schon nach Hause gehen können. Dafür gibt es aber am Samstag Schule. Überraschenderweise fand ich das sogar besser. Ich erhielt einen individuell angepassten Stundenplan, der mir eine erlebnisreiche Schulerfahrung ermöglichte. Viele Schüler:innen des Linguistik-Zweigs lernen Deutsch, Französisch und Englisch als Fremdsprache. Im Deutschunterricht wurde ich als Sprachassistent eingesetzt und durfte von Wien, Österreich, dem Theresianum und mir selbst erzählen. Ich partizipierte auch in vielen Sport- und Englischstunden in verschiedenen Klassen. Besonders gut habe ich mich mit den Schüler:innen meiner Klasse „4BL“ verstanden. Es waren alle sehr freundlich und ich konnte mit ihnen sehr viel Spaß haben. Im Laufe meiner Schultage habe ich viele neue Freunde kennengelernt und konnte so mein soziales Netzwerk erweitern.
Meine Freizeit in Mantua habe ich ebenfalls gut genutzt. Ich traf mich mit meinen neuen Freunden im Zentrum der Stadt, nahm an einem „Solidarity Walk“ teil, ging zu vielen Feiern an Wochenenden und besuchte viele Sehenswürdigkeiten wie den Palazzo Te und die Basilika Sant'Andrea und sogar die nahegelegene Stadt Verona.
Es war sehr schön, bei einer typisch italienischen Familie leben zu dürfen und so eine tolle Schule mit lebensfrohen Lehrer:innen und Schüler:innen zu besuchen. Ich war die ganze Woche lang traurig, da ich wusste, dass meine Heimreise bevorstand. Am liebsten wäre ich ein ganzes Semester lang geblieben, aber man kann leider nicht alles haben. Diese Erfahrung ist definitiv das Highlight meiner Schulkarriere!
Owen Zheng 7B
Von 15. bis 26. Mai habe ich bei einem Austauschprogramm mit Erasmus + in Mantua teilgenommen. Da ich Halbitalienerin bin, war ich sehr daran interessiert, an diesem Projekt teilzunehmen und zu erfahren, wie ein typischer Schulalltag in Italien ausschaut. Dies konnte ich schließlich erleben.
Ich spreche fließend italienisch, sodass ich dem Unterricht an der Schule „Liceo Virgilio“ gut folgen und mich sogar in vielen Fächern auch aktiv beteiligen konnte. Als „Erasmus+ student ambassadrice“ half ich als Sprachassistentin im Deutschunterricht und präsentierte in jenen Stunden das Theresianum Manche Schüler sprachen bereits sehr gut Deutsch. In den 60 Minuten langen Unterrichtsstunden wurde zum Beispiel auch viel über klassische Literatur diskutiert. Die Atmosphäre in den Klassen war auffallend freundlich.
Ich wohnte bei meiner Austauschpartnerin Martina in einer sehr netten und bemühten Familie, die am Land lebte. Allgemein kann ich sagen, dass nach der anfänglichen Eingewöhnungsphase diese Erfahrung sehr schön und lehrreich war, weil ich eine andere Kultur und neue Menschen kennenlernen konnte.
Ich bin sehr dankbar, dass ich bei diesem Programm mitmachen durfte und empfehle es jedem, der offen für eine neue Erfahrung und unvergessliche Momente ist!
Lavinia Rilasciati 6C
Student Ambassadors in Portugal
Ich hatte mich für das Erasmus+ programm gemeldet und bekam, so wie meine Mitschülerin Cleo Nagle, die Möglichkeit, im Juni eine portugiesische Schule zu besuchen und am Alltagsleben eines Austauschpartners teilzunehmen. Am Flughafen in Lissabon wurden wir beide von unseren Gastfamilien und dem Direktor der Schule bereits mit einem Willkommensschild erwartet. Nach einer herzlichen Begrüßung trennten wir uns, um nach Hause zu kommen, da es bereits sehr spät war und wir am nächsten Tag in die Schule gehen sollten. Daher blieben mein Austauschpartner Joao und ich auch nicht mehr lange auf, sondern gingen direkt schlafen.
Am darauffolgenden Tag wurden wir von Joaos Mutter in die Schule gefahren, wo der Unterricht um 8:45 anfing. Als wir dort ankamen, machte ich mit meinen neuen Mitschülern im Hof Bekanntschaft, die auf den Anfang der 90 Minuten langen Schulstunden warteten.
Die erste Unterrichtsstunde des Tages war Biologie. Nachdem bekannt war, dass ich nicht Portugiesisch spreche, wurde die Stunde vom Professor auf Englisch gehalten, damit ich mich auch am Unterricht beteiligen konnte. Das fand ich sehr nett. Nach einer 15-minütigen Pause hatten Cleo und ich gemeinsam in einer anderen Klasse Englisch-Unterricht, da unsere Austauschpartner währenddessen einen Englisch-Test schreiben mussten. Vor dem Mittagessen nahmen wir noch an einer Mathematik-Stunde in einer Parallelklasse teil, die vom zuständigen Professor ebenfalls teilweise auf Englisch gehalten wurde. Zu Mittag gingen wir in die Kantine und hatten 45 Minuten Zeit, um zu essen. Danach spielten wir im Hof Volleyball. Die letzte Unterrichtsstunde des Tages war Physik von 14:30-16:00. Während dieser Stunde hatten wir die Möglichkeit, unsere eigenen Aufgaben zu bearbeiten.
Alexander Mateis 6A
Die Campo de Flores Schule gibt es erst seit rund 50 Jahren. Sie wurde von den Eltern des jetzigen Direktors gegründet und hat heute 1350 Schülerinnen und Schüler, die vom Kindergartenalter bis 18 Jahre alt sind. Die Schülerinnen und Schüler in meiner Klasse haben alle ein I-pad, mit dem sie im Unterricht und beim Lernen daheim arbeiten. Es gibt viele Projekte, wie den Robotics Club, Entrepreneurship, Civil Protection Club und ECO-CCF. Unter der Woche müssen die Schülerinnen und Schüler daheim auch für Prüfungen lernen, aber am Wochenende ist Zeit, um Freunde zu treffen.
Heute sind meine Austauschpartnerin Eva und ich mit Alexander und Joao zum Strand gefahren und haben an einem Surfkurs teilgenommen. Am Anfang war es sehr schwierig. Ich rutschte ständig aus und fiel zurück ins Wasser, als ich auf das Board steigen wollte. Aber je öfter ich es versuchte, desto besser gelang es mir, mich aufzurichten. Die Wellen im atlantischen Meer sind teilweise sehr hoch und es war ein echt cooles Gefühl, auf den großen Wellen zu surfen.
Ich freue mich auf die nächste Woche in Portugal, danach werde ich gemeinsam mit meiner Austauschpartnerin wieder nach Wien zurückkehren und sie wird mit mir 10 Tage in meiner Schule verbringen und bei meiner Familie und mir wohnen.
Cleo Nagle 6A
Über das Erasmus+ Projekt ergab sich für mich im Juni 2023 die Gelegenheit, ein job shadowing an unserer finnischen Partnerschule zu absolvieren. Die Keravanjoki School befindet sich 30 Kilometer nördlich von Helsinki und ist ein neuer, moderner Bildungscampus für alle 7 bis 16-jährigen. Am ersten Tag lernte ich die Schule kennen und bekam eine kleine Stadtführung in Helsinki bei der ich die Zentralbibliothek „Oodi“ besichtigen konnte. An den folgenden Tagen konnte ich einen tiefen Einblick in das finnische Schulsystem erlangen und mich auch mit Fachkolleg:innen der Naturwissenschaften austauschen – dabei habe ich einige Unterrichtsideen aufgeschnappt und mit nachhause genommen. Ich konnte mir das innovativ gestaltete Schulhaus im Detail anschauen und war besonders an den naturwissenschaftlichen Räumen interessiert. Sehr beeindruckt hat mich dabei die akribisch sortierte und übersichtlich gestaltete Physiksammlung. Diese ist vollkommen auf Schülerversuche ausgerichtet, alle Materialen sind in mehrfacher Ausführung vorhanden. Zudem findet der Unterricht in den naturwissenschaftlichen Sälen in geteilten Klassen statt, was eine sinnvolle Betreuung der Kinder beim Experimentieren erst ermöglicht.
In Hinblick auf die digitale Grundbildung habe ich einige „bekannte“ Herausforderungen beobachten können, z.B. betreffend Aufbewahrung oder Stromversorgung von digitalen Endgeräten. Die digitale Grundbildung ist in Finnland (noch?) in die anderen Unterrichtsfächer integriert, es gibt nicht wie in Österreich ein eigenes Schulfach. So ist zum Beispiel Programmieren eingebettet in das Unterrichtsfach Mathematik oder Recherchieren im Internet ein Teil des Geschichtsunterrichts. Die „Computer-Basics“ müssen sich die Schüler:innen großteils selbst aneignen.
Während meines Besuchs konnte ich feststellen, dass die Keravanjoki School eine vielfältige Schülerschaft hat und sich darum bemüht, dass alle Schüler:innen die Gelegenheit haben ihr Potential zu entfalten. Die Rahmenbedingungen erlauben es außerdem, die individuellen Bedürfnisse jeder bzw. jedes einzelnen unterstützen zu können. In den unteren Jahrgängen stehen „special education teachers“ zur Verfügung um einzelne Schüler:innen intensiver betreuen zu können – und das innerhalb des Klassenverbands. In den oberen Jahrgängen können die Schüler:innen sich in verschieden Zweigen vertiefen, wie beispielsweise science&technology, arts&creativity, sports&wellbeing oder language&media.
Außerdem hatte ich die Gelegenheit, zwei der diesjährigen Abschlussklassen auf ihre Exkursion nach Soumenlinna zu begleiten und am letzten Tag meines Aufenthalts bei deren Abschlussfeier dabei zu sein.
Es war für mich äußerst bereichernd, Einblicke in das Schulsystem des „Bildungsvorreiters“ Finnland zu erlangen. Diese Erfahrung hat meine Sicht auf Schulbildung erweitert und mich ermutigt, neue Ansätze in meinem Unterricht zu erforschen.
Mag. Joseph Hochwarter
Die Erasmus-Fortbildung auf Teneriffa vom 15. bis zum 28. Oktober 2023 war eine inspirierende und lehrreiche Erfahrung, die meine pädagogischen Horizonte erweitert hat. In den beiden von mir besuchten Kursen „Effective Classroom Management strategies” sowie “Discover the best Apps and Tools for e-learning, distance learning and web design” wurden verschiedene Schlüsselaspekte der modernen Lehre behandelt.
Der erste Kurs legte einen starken Fokus auf innovative Unterrichtsmethoden und deren Vorteile für den Lernprozess und die Einstellung der Schüler:innen. Von der Schaffung einer studentenzentrierten Lehrmethode bis hin zur Einführung gemeinsamer Regeln, Konfliktmanagement und Lösungskompetenzen – der Kurs bot eine breite Palette an Inhalten. Durch aktive Diskussionen und praktische Übungen erhielten wir Einblicke in die Methoden des Klassenmanagements. Der Ansatz, das Klassenzimmer stärker auf die Bedürfnisse der Schüler:innen auszurichten, wurde als Schlüssel für einen erfolgreichen Unterricht hervorgehoben. Durch die gemeinsame Arbeit an verschiedenen Arbeitsmethoden erhielten wir praxisnahe Einblicke, wie eine Atmosphäre geschaffen werden kann, die den Lernprozess fördert und das Engagement der Schüler:innen stärkt.
Im Verlauf der Erasmus-Fortbildung habe ich mir eine Vielzahl von Kompetenzen im Bereich der neuen Technologien und Webplattformen für E-Learning und Fernunterricht angeeignet. Ein Schwerpunkt lag auf der Identifikation und Anwendung der wichtigsten Technologien und Plattformen, die den Lehrprozess verbessern und den Differenzierung ermöglichen. Dabei wurden nicht nur die technischen Aspekte beleuchtet, sondern auch die pädagogischen Vorteile dieser Tools betont.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Integration von Präsenzunterricht und virtuellem Lernen. Wir erforschten Methoden, wie traditionelle Unterrichtsformen mit digitalen Lernplattformen kombiniert werden können, um einen ausgewogenen Ansatz zu schaffen. Diese Fähigkeit, verschiedene Lehrmethoden zu verschmelzen, stellt eine wichtige Kompetenz dar, um flexibel auf die Bedürfnisse der Schüler:innen einzugehen.
Die Fähigkeit, Bildungsinhalte durch die Erstellung und Bearbeitung von Websites und Blogs zu teilen, wurde ebenfalls intensiv behandelt. Dies ermöglicht nicht nur eine effektive Kommunikation der Lerninhalte, sondern fördert auch die Kreativität und die aktive Teilnahme der Schüler:innen.
Die Fortbildung in Teneriffa war nicht nur eine Gelegenheit, neue didaktische Ansätze zu entdecken, sondern auch eine Chance, internationale Kolleg:innen zu treffen und voneinander zu lernen. Zusammenfassend kann ich sagen, dass diese Erasmus-Fortbildung meine Lehrmethoden transformiert hat und ich nun mit frischem Enthusiasmus in meine pädagogische Praxis zurückkehre.
In der letzten Fachkonferenz hatte ich die Möglichkeit die erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten mit Kolleg:innen zu teilen. Dabei stellte ich nicht nur die theoretischen Aspekte vor, sondern bot auch praktische Einblicke, wie wir als Lehrkräfte diese Tools effektiv in unseren Unterricht integrieren können. Zudem habe ich eine umfassende Sammlung von Ressourcen, Links und Anleitungen erstellt, die allen Kolleginnen und Kollegen zugänglich ist.
Darüber hinaus habe ich begonnen, die neuen Methoden, die ich im Rahmen der Fortbildung erlernt habe, in meinem eigenen Unterricht anzuwenden. Zum Beispiel habe ich das Konzept des Stationenlernens angewandt, und den Schüler:innen differenzierte Lernmöglichkeiten anzubieten. Durch den Einsatz digitaler Plattformen wie Padlet, Mentimeter, Edpuzzle und Socrative konnten die Schüler:innen nicht nur die theoretischen Grundlagen vertiefen, sondern auch die praktische Anwendung des neuen Lehrstoffs üben.
Mag. Sophia Rehrl
Partnerschulen
Das Theresianum pflegt seit vielen Jahren Beziehungen zu Partnerschulen, um Auslandsreisen und Austauschprogramme innerhalb des Klassenverbandes zu ermöglichen. Wir ersuchen um Verständnis, dass wir keine individuellen Austausch für einzelne Schüler:innen organisieren können.
Belvedere College, Dublin, Irland
Ecole Alsacienne, Paris, Frankreich
Collège privé Saint-Seurin, Bordeaux
Östra Reals Gymnasium, Stockholm
Colégio Campo de Flores, Lissabon
Episcopal High School, Virginia, USA
"Our Lady of Good Counsel", High School, Maryland, USA
Collège Mont Saint Louis, Montreal, Kanada
Tamagawa Gakuen-Oberschule, Tokio, Japan
Gymnázium Jána Papánka/Bratislava
Liceo Ginnasio Virgilio, Mantova, Italien
Lycée Franco-Allemand, Versailles, Frankreich
IES Maragall, Barcelona, Spanien
Zespol Szkol n°1 et Gymnazjum n°15, Gdansk, Polen
Keravanjoki school, Kerava, Finnland
Schule Nr. 1 Ogre, Lettland