Geschichte
Die Entwicklung des Theresianums und seiner Schulerhalterschaft ist ein Spiegelbild der österreichischen Geschichte. Die Schulerhalterschaft bzw. auch die Vermögensverwaltung der Stiftung wechselte sehr häufig: von den Jesuiten unter Aufsicht des kaiserlichen Hofs bis zur unmittelbaren Führung durch das Unterrichtsministerium und – so wie heute – als autonome Stiftung unter der Kontrolle eines von der (dem) Bildungsminister(in) bestellten Kuratorium und dem Bildungsministerium als Stiftungsaufsicht.
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Das Theresianum blickt auf eine lange und vielgestaltige Geschichte zurück, die seit der Mitte des 18. Jahrhunderts von tiefgreifenden politischen, gesellschaftlichen und pädagogischen Veränderungen geprägt ist. Seit seiner Gründung als Bildungsanstalt im Jahr 1746 bewahrte sich die Schule trotz mehrfacher Umbrüche, Reformen und Neuorientierungen stets einen eigenständigen Charakter, der von einem besonderen Zusammenspiel aus Tradition und Offenheit für Innovation getragen wird. Diese Verbindung verleiht dem Theresianum bis heute eine besondere Stellung in der österreichischen Bildungslandschaft, geprägt durch ein historisch gewachsenes Fremdsprachenprofil und die ganztägige Organisationsform, die seit vielen Jahren ein Alleinstellungsmerkmal darstellt.
In jüngerer Zeit setzte die Schule wichtige neue Akzente, die den aktuellen Bildungsanforderungen Rechnung tragen und die traditionsreiche Entwicklung konsequent fortschreiben. Ein wesentlicher Meilenstein war die Erlangung der Schulautonomie, die es ermöglichte, das Angebot eigenständig weiterzuentwickeln und pädagogische Schwerpunkte zielgerichtet auszubauen. Auf dieser Grundlage wurde ab dem Schuljahr 2022/23 der naturwissenschaftliche Schwerpunkt eingeführt, der eine moderne Antwort auf die zunehmende Bedeutung naturwissenschaftlicher und technischer Kompetenzen darstellt.
So spannt die Geschichte des Theresianums bis heute einen weiten Bogen: von einer Bildungsinstitution mit höfischem Ursprung hin zu einer innovativen Schule, die sich ihrer Tradition verpflichtet weiß, weit über die Grenzen Österreichs für ihre Qualität bekannt ist und gleichzeitig die Zukunft ihrer Schülerinnen und Schüler aktiv gestaltet.
Bildung im Auftrag der Kaiserin
Als Maria Theresia im Oktober 1740 die Herrschaft über die Habsburgischen Erblande antrat, war das Bildungswesen noch wenig geregelt. Der Adel schickte seine Söhne gewöhnlich ins Ausland, um dort eine standesgemäße Ausbildung zu erhalten und das Angebot im Erzherzogtum Österreich selbst war uneinheitlich und unzureichend. Im Zuge der Österreichischen Erbfolgekriege erkannte die junge Herrscherin die Notwendigkeit eines gut funktionierenden Verwaltungsapparats in ihrem vielsprachigen Reich. Sie machte es sich daher zur Aufgabe Reformen im Verwaltungswesen einzuleiten und gründete zu diesem Zweck eine Reihe zeitgemäßer Bildungseinrichtungen, die den Nachwuchs gezielt für den Staatsdienst, das Militärwesen und die Diplomatie heranbilden sollten.
Eine besondere Rolle spielte dabei die ehemalige kaiserliche Sommerresidenz Favorita, welche Maria Theresia als Kind in den warmen Monaten selbst bewohnt hatte und die nach dem Tod Kaiser Karl VI. 1740 ihren ursprünglichen Zweck verloren hatte. Das nun als Theaterdepot und Militärkaserne genutzte Gebäude fand 1743 ein starkes Interesse bei den Jesuiten, welche ein neues Seminarium nobilium in dem ehemaligen Schloss zu gründen dachten. Doch ihr erster Entwurf des vorgelegten Lehrplans stieß zunächst auf Ablehnung, da der Entwurf nur ein klassisches Gymnasial- und Philosophiestudium vorsah und die adeligen Übungen und juristischen Kurse nicht miteinbezog. Ein weiterer Lehrplan fand die Zustimmung der Hofkommission, sodass am 24. Februar 1746 schließlich ein Kaufvertrag abgeschlossen werden konnte. Die Jesuiten erhielten das Favoritengebäude samt der an die Favorita anstoßenden Wohnungen der Hofgeistlichen sowie östlich der Straße liegenden Gründen, Gärten, Weingärten und Allee mit der Bestimmung ein adeliges Kolleg mit semiuniversitärem Charakter einzurichten.
Am 1. November 1746 begann das erste Schuljahr des neugegründeten Collegium Nobilium Theresianum Societatis Jesu, kurz Theresianum. Der laut dem Studienentwurf vorgesehene Unterricht konnte zu Beginn nicht vollständig ausgeführt werden, da die Erziehungsanstalt noch nicht vollständig ausgestattet war und das Gebäude erst ausgebaut werden musste. Daher erfolgte der Unterricht zwischen 1746 bis 1754 in den Kameraden.
Die unmittelbare Leitung des Kollegs übertrug Maria Theresia auf den Rektor P. Ludwig Debiel, der für die oberste Leitung des Unterrichts und Erziehung stand. Der Lehr- und Erziehungskörper stammte in den Grammatik- Humanitätsklassen und philosophischen Studien aus dem Jesuitenorden, und bestand aus erfahrenen Professoren aus der gesamten Monarchie. Die juristischen Studien bildeten seit 1747 eine Ausnahme und stellten auf Staatskosten zwei weltliche Professoren ein. Die Oberaufsicht über die Studienangelegenheiten überließ Maria Theresia ab Neujahr 1747 ihrem Oberstkämmerer Johann Josef von Khevenhüller-Metsch, der als Kurator die Verbindung zwischen Lehranstalt und Hof aufrechthalten und durch regelmäßige Besuche die Intentionen der Herrscherin überwachen sollte.
Zugelassen wurden nur Söhne aus adeligen Familien des katholischen Glaubens, die erst nach einem vorgelegten Antrag des Rektors die Zustimmung der Monarchin erhielten. In dieser Anfangsperiode waren Söhne aus dem Herren- und Ritterstand der Monarchie und ihrer Erbländer vertreten, aber auch einfache Adelige, deren Eltern sich besondere Verdienste im Kaiserreich gemacht haben.
Der Unterricht orientierte sich in weiten Teilen an die Studienordnung ratio studiorum des Jesuitenordens, sollte allerdings von Beginn an einen universelleren, staatsbezogenen Charakter anstreben. Er dauerte von Montag bis Samstag, aber auch an Sonn- und Feiertagen hatten die Zöglinge einen geregelten Tagesablauf. Die Ausbildung gliederte sich in das niedere und höhere Studium. Das niedere Studium umfasste zum einen die Gymnasialstufe, welche aus drei Grammatik- und zwei Humanitätsklassen bestand. Ergänzend erhielten die Zöglinge Tanzunterricht und durften eine Fremdsprache lernen, welche die Eltern bestimmten. Im Angebot befanden sich einige Partikulargegenstände, darunter Geschichte, Geographie, deutsche Orthographie, Briefstil und Rechenkunst. Das höhere Studium ähnelte wiederum der Ausbildung des Edelknabeninstituts, wobei die Dauer des höheren Studiums auf zwei Jahre philosophisches und drei Jahre juristisches Studium festgelegt war und den Charakter einer akademischen Ausbildung hatte. Die Hörer dieser Jahrgänge sollten neben den jeweiligen Pflichtgegenständen zusätzlichen Unterricht in den adeligen Übungen Reiten und Fechten sowie den Nebenfächern Genealogie, Geographie und Geschichte des Vaterlandes erhalten. Somit fanden sich am Collegium Theresianum im Durchschnitt Zöglinge ab dem 8 bis 20 Lebensalter.
Das Theresianum war von Anbeginn eine Erziehungsanstalt, an der die Zöglinge fast das gesamte Jahr über verweilten. Die Zöglinge waren in Kameraten eingeteilt, die aus etwa 10-12 etwa gleichaltrigen Knaben bestanden und unter der Aufsicht eines Präfekten (Erziehers) standen. Jede Kamerate hatte ihren eigenen Diener, saß beieinander im Speisesaal, verbrachte ihre Zeit gemeinsam im Garten oder bei Spaziergängen und blieb zusammen in einer Klasse, soweit es der Lehrplan ermöglichte. Auf Wunsch der Eltern konnten einige Söhne von Fürsten und k. k. Ministern mit besonderer Erlaubnis der Monarchin von der Kamerate getrennt werden und für eine höhere Zahlung in einer eigenen Wohnung und von einem eigenen Präfekten erzogen werden. Die Hausordnung erwies sich in dieser frühen Zeit als sehr streng: Die Zöglinge durften im Verkehr untereinander ab der „Syntax-Klasse“ nur die lateinische Sprache gebrauchen. Sie durften in ihrer Freizeit ihre Familienangehörigen nicht besuchen, weder an den Wochenenden noch an anderen Rekreationstagen.
Die staatlichen Behörden führten in den frühen 50er Jahren des 18. Jahrhunderts Reformen des Unterrichtswesens durch. Im Jahr 1753 wurde ein neuer Lehrplan für die niederen Klassen und Humaniora eingeführt. Das Ziel bestand darin, den Gebrauch der deutschen Sprache in den Vordergrund zu stellen sowie das Erlernen moderner Fremdsprachen zu fördern. Die zumeist mit geistlichen Lehrern vertretenen Stellen sollten künftig auch von weltlichen Lehrern besetzt werden. Zudem sollten weitere Fächer wie deutsche Sprache, Arithmetik und Griechisch unterrichtet werden.
Trotz der verheißungsvollen Lehrpläne, unterstützt durch die großzügigen Stiftungen, erzielte das Kolleg nicht das erhoffte Bildungsniveau. Insbesondere das juristische Studium und die adeligen Exerzitien wurden nicht in dem Ausmaß unterrichtet, wie es der Studienplan vorsah. Hinzu kam die schlechte finanzielle Situation der verschuldeten Jesuiten. Am 10. August 1754 stellte die Monarchin die gesamte Administration der Lehranstalt unter die Kontrolle des Staates (Staatbehörde in Cameralwesen). Der Kurator Graf Khevenhüller schied auf eigenes Ansuchen im selben Jahr. Dem Rektor wurde die Aufsicht über die Reitschule genommen und die jüngeren Zöglinge sollten künftig von den erwachsenen getrennt ausgebildet werden. Die Jesuiten behielten die Leitung der niederen und philosophischen Studien und oblagen nun der Oberaufsicht des Erzbischofs von Wien. Ihnen wurde der ältere südliche Trakt zugewiesen. Für die juristischen und politischen Studien gründete Maria Theresia im Jahr 1755 eine Ritterakademie, die im Gegenzug von einer weltlichen Direktion verwaltet wurde. Die Ritterakademie wurde in den verlängerten nördlichen Straßentrakt untergebracht und erhielt die Reitschule und einen Teil des Gartens. Für den Unterricht kamen Universitätsprofessoren auf, während die Erziehung weltliche Hofmeister ausübten. Die Anstalt war weiterhin nur dem Adel bestimmt, es wurden allerdings auch Söhne einer anderen Konfession als der katholischen zugelassen.
Am 1. November 1755 wurde die königliche Theresianische Ritterakademie eröffnet. Trotz des hohen Andrangs und günstigeren pädagogischen Umstände bestand sie nur über eine kurze Zeit, da nach dem Ausbruch des Siebenjährigen Kriegs die Zahl der Zöglinge abnahm und die Erhaltungskosten sehr hoch waren. Aus diesem Grund löste die Stifterin am 13.11.1758 die Ritterakademie auf und bestimmte die Fundatisten und Zahlzöglinge an die K. K. Savoyische Ritterakademie, um diese Anstalt zu sichern. Das leerstehende Gebäude schenkte sie Erzbischof Graf Christoph Migazzi. Da das Theresianische Kolleg ohne Reitschule und juristische Abteilung auf eine Partikularschule degradiert worden war, bemühten sich schon bald die Jesuiten, das Akademiegebäude mit der Reitschule und dem Gartenstück zurückzuerwerben, um eine eigene Juristenabteilung zu gründen. In ihrem vorgelegten Lehrplan sollten die wesentlichen Punkte der ehemaligen Ritterakademie beibehalten werden – es sollte eine strikte Trennung der Juristen von den anderen Zöglingen geben und es sollten weltliche Universitätsprofessoren für die Studien aufgenommen werden. Ab dem Schuljahr 1759 wurde die zugelassene juristische Abtheilung im Rahmen einer eigenen Ritterschule eröffnet, unter der Bedingung, dass nur Zöglinge aus dem Collegium Theresianum und nicht von auswärts aufgenommen werden dürfen, damit sie der K. K. Savoyischen Ritterakademie nicht konkurrierten. In Quellen wird diese neue Schulform schlicht K. k. Theresianum bezeichnet, oder differenziert als K. K. Theresianisches Kolleg und K. K. Theresianische adelige Akademie mit leicht abweichenden Namensvariationen.
Die nächsten zwei Jahrzehnte waren im Geiste der Schulreformen und einer inneren Umgestaltung des Theresianums geprägt. Mit der Gründung der Studienhofkommission (eine Vorform des Unterrichtsministeriums) 1760, wurden in erster Linie neue Wege für die Neugestaltung und Vereinheitlichung des österreichischen Schulwesens geschaffen, was in den nächsten zwei Jahrzehnten zu einer Reihe von Normen und Verordnungen führte. Die deutsche Muttersprache eine immer wichtigere Rolle und wurde auch als Unterrichtssprache zugelassen. Dem damaligen Rektor des Collegium Theresianum P. Heinrich Kerens (1761-1766), der seit 1755 am Theresianum als Professor der Philosophie und des Naturrechts wirkte und als einer der gelehrtesten Juristen seiner Zeit galt, gelang es mithilfe seiner wissenschaftlichen Erfahrungen und pädagogischen Kenntnisse das Theresianum zu einem Musterinstitut zu erheben. Sein 1764 neu eingeführter Lehrplan für das höhere Studium bietet einen Einblick in die damaligen Unterrichtfächer, unter denen mehrere neu eingeführt worden sind - Philosophie, Metaphysik, deutsche Rechtsgeschichte, Weltgeschichte, Mathematik, theoretische und Experimentalphysik, Botanik und Landwirtschaftslehre, deutsche Sprache, Wohlredenheit, schöne Wissenschaften, architektonisches Zeichnen, Zivil- und Militärbaukunst, Numismatik, Bibliographie. Im Jahr 1766 wurden zudem politische Wissenschaften und ein Teil der Kameralistik eingeführt. Für das Ausüben der Gegenstände gelang es ihm hervorragende Lehrkräfte zu gewinnen.
Obwohl das Theresianum im Vergleich zu anderen Schulen besser aufgestellt war, äußerten sich die höheren Behörden des Staates Ende der 1760er/ Anfang der 1770er Jahre immer kritischer gegenüber den Jesuitenanstalten. Sie bemängelten die fehlenden praktischen Gegenstände, insbesondere Realien, das bloße Auswendiglernen des Lernstoffs, die oftmals unzureichende Ausbildung der Patres und befürworteten die staatliche Aufsicht über den Unterricht. Viele dieser Vorwürfe trafen auf das Theresianum zwar nicht zu, dennoch war das niedere Studium nicht so fortgeschritten und erweitert, wie das höhere. In anderen Königreichen war die Missbilligung gegenüber dem Jesuitenorden ebenfalls verstärkt, sodass Papst Clemens XIV. die Societät Jesu auf Druck des spanischen, portugiesischen und französischen Königs im Jahr 1773 aufhob.
Das Gebäude des Collegium Regium Theresianum Societatis Jesu wurde als Hofgebäude erklärt und das Theresianum bestand folglich unter der Bezeichnung K. K. Theresianische Ritterakademie fort. Die Leitung übertrug Maria Theresia auf die Hofkommission und das gesamte Personal stellte sie unter die Hofjurisdiktion des K. K. Oberst-Hofgerichts. Da im österreichischen Bildungswesen kaum weltliche oder aus anderen Orden stammende Mittelschullehrer flächendeckend verfügbar waren, blieb es eine gängige Praxis, dass ehemalige Jesuiten, die nun als Weltpriester tätig waren, weiterhin als Lehrer wirkten. Dies traf auch auf das Theresianum zu, an dem vor der Aufhebung nahezu 60 Jesuitenpatres arbeiteten. Eine Veränderung ergab sich in der Ernennung der Lehrer und Erzieher: diese wurde dem Einfluss der Eltern entzogen und lag nun der freien Entscheidung der Akademie. Bei den Zöglingen wurde eine Gleichförmigkeit was die Einrichtung, die Wohnung und Speisen betrifft eingeführt, um die Zusammengehörigkeit zu fördern und Überhebung zu beseitigen.
Der Unterricht der niederen Studien wurde auf staatliches Bestreben reformiert und das Theresianum orientierte sich ab dem Schuljahr 1775/76 an dem neuen Schulplan für Normal- Haupt- und Trivialschulen. Die Umsetzung des Lehrplans sollte durch monatliche Inspektionen verfolgt werden. Die Anzahl der Gymnasialklassen bestand nunmehr aus fünf Jahrgängen, das philosophische Studium aus zwei und das juridische Studium wurde auf vier erhöht. Anstelle des Fachlehrersystems wurde erneut das Klassenlehrerprinzip eingeführt. Die Gegenstände erfuhren eine Erweiterung oder Vertiefung. Das Sprechen von Latein unter den Zöglingen in der Freizeit wurde 1776 abgeschafft. Einen entscheidenden Einfluss auf die Durchführung der Reformen spielte auch der Reformer des neuen Schulplans, der Piarist P. Gratian Marx, der seit 1776 das Rektorat der K. K. Theresianischen Ritterakademie erhielt. Mit seinem Eintritt traten auch acht weitere Piaristen an die K. K. Theresianische Akademie ein, die einen größeren Fokus auf die Realien legten.
1776 wurde die K. K. Theresianische und K. K. Savoyische Ritterakademie unter die gemeinsame Oberdirektion eines Kurators gestellt, die Leitung und Administration der beiden Anstalten blieb vorerst noch separat. In diesem Zusammenhang wurde das juristische Studium an der K. K. Theresianischen Akademie aufgelöst und die juristische Ausbildung auf die K. K. Savoyische Akademie konzentriert. 1778 kam es schließlich zur Union der beiden Akademien – die K. K. Savoyische Akademie wurde in das Gebäude der ehemaligen Theresianischen Juristenabteilung verlegt. Das Theresianum behielt die Gymnasialklassen und philosophischen Studien, nach Vollendung derer die Zöglinge an die Savoyische übertreten konnten. Auf diese Weise wurde die K. K. Theresianisch-Savoyische Ritterakademie geschaffen, wobei die Selbstständigkeit der Savoyischen Ritterakademie von Maria Theresia persönlich zugesichert wurde. Die Zusammenlegung der beiden Akademien entsprang nicht aufgrund von pädagogischen Zielen, sondern erfolgte aus wirtschaftlichen Gründen.
Trotz der Zusammenlegung der beiden Ritterakademien trat keine Verbesserung in den gewünschten ökonomischen Verhältnisse ein. Nach dem Tod der Stifterin Maria Theresias 1780 unternahm ihr Sohn Kaiser Joseph II einen letzten Versuch, die wirtschaftliche Lage der Akademie zu verbessern, indem er die Brünner Akademie 1782 mit dem Theresianum vereinigte, doch selbst dieser Schritt erzielte nicht die gewünschte Wirkung. Auf Rat des Präses der Studienhofkommission Gottfried Freiherr van Swieten, sollte der Unterricht staatlich reguliert und für alle soziale Schichten öffentlich zugänglich sein und die Erziehung der Jugend vom Haus erfolgen. Dementsprechend waren privilegierte adelige Erziehungsanstalten, nicht nur kostspielig, sondern wiedersprach auch dem utilitaristischen Bildungsverständnis der josephinischen Reformen. Daher fasste Kaiser Joseph II. den Entschluss, die k. k. Theresianisch-Savoyische Ritterakademie sowie weitere adelige Erziehungsanstalten aufzuheben und durch die Ersparung der Erhaltungskosten der Anstalt eine größere Anzahl an Stiftsplätzen zu gewinnen. Am 20. November 1783 wurde die Verfassung der Theresianisch-Savoyische Akademie aufgehoben, im Sommer des folgenden Jahres 1784 wurde das akademische Hauswesen vollständig aufgelöst und das Gebäude der K. k. Ingenieurakademie übergeben.
Durch die gewonnenen Handstipendien wurden nach strengsten Auswahlkriterien Plätze für neue Stiftlinge geschaffen. Die Eltern sollten für Wohnung, Kost und Kleidung aufkommen, der Unterricht wurde im ehemaligen Barbarastift erteilt, wo eine eigene Normalschule und darauffolgendes Gymnasium eingerichtet und ein Tanz- und Fechtmeister angestellt wurde. Die Theresianische Reitschule wurde der Hofreitschule einverleibt und die Stiftlinge waren verpflichtet, auch diese Exerzitien regelmäßig auszuüben. Ferner wurde ihnen die Hofbibliothek, das Hof-Naturalienkabinett und Münzkabinett (in dessen Bestand auch Teile der ehemaligen Sammlungen des Theresianischen Naturalienkabinetts und Münzkabinetts überging) und der botanische Garten zur Mitbenutzung gestellt. Ältere Stiftlinge sollten die philosophischen und juristischen Studien an der naheliegenden Universität besuchen. Eine Neuheit unter den Aufnahmekriterien bildete auch die Tatsache, dass die Stiftlinge nicht der Adelsschicht entstammen mussten, sondern aufgrund ihres Talents und Leistungen ausgewählt wurden. Zudem konnten sie das theresianische Handstipendium auch an anderen Lehranstalten in den Provinzen des Kaiserreichs beziehen, sofern sie die Aufnahmebedingungen erfüllten und ein jährliches Zeugnis einreichten.
Mit Kaiser Leopold II. wurde die Reaktivierung der Anstalt in ihrer ursprünglichen Verfassung eingeleitet. Seine Berater bemühten sich um die Wiederherstellung des Systems vor der Josephinischen Zeit. Die Studienhofkommission, die immer noch unter der Leitung Gottfried van Swietens stand, sollte keinen Einfluss auf das Reorganisationswerk erhalten. Die Stiftlinge der Normal- und Gymnasialklassen wurden an das Löwenburgische Konvikt übersiedelt und strikt von den dortigen Zöglingen getrennt. Es wurden erneut Zahlzöglinge zugelassen, die etwa die Hälfte der Theresianisten ausmachten. Nach diesen getroffenen Vorkehrungen wurde die Theresianisch-Leopoldinische Akademie im Löwenburgischen Konvikt geschaffen. Im Gebäude des Theresianums selbst verweilte derweilen noch sieben Jahre die K. K. Ingenieurakademie. Der Rektor des Löwenburgischen Konvikts sah den Anlass, unter dessen Oberleitung auch die Theresianisch-Leopoldinische Akademie stand, sein Konvikt zu erweitern und machte den Vorschlag, auch die Stiftlinge des philosophischen Studiums zu übernehmen und sie indessen im St. Barbarastift getrennt voneinander unterzubringen. Mit dem neuen Schuljahr 1792/93 sollten die Stiftlinge, die in die philosophischen Studien übertreten sollten, auch weiterhin unter gemeinschaftlicher Erziehung gestellt werden und indessen am Barbarastift von eigenen Professoren unterrichtet werden und zu den öffentlichen Prüfungen an die Universität geschickt werden. Kaiser Leopold II. verstarb jedoch im Februar 1792 und sein Sohn Franz II. schlug einen radikaleren Ton ein: Der Unterricht der höheren Stiftlinge der ehemaligen Theresianisch-Savoyischen Akademie am St. Barbarastifts blieb nur noch auf die adeligen Exercitien und lebenden Sprachen beschränkt und die Erziehung und Verwaltung der Theresianisch-Leopoldinische Akademie in den beiden voneinander getrennt liegenden Erziehungshäusern nahm eine beklagenswerte Entwicklung ein, bei der insbesondere der sittliche und seelische Zustand der Zöglinge sowie der wissenschaftliche Fortschritt des Unterrichts litt.
Um die schlechte Wendung der einst glorreichen Erziehungsanstalt wieder herzurichten, beauftragte Kaiser Franz II. den ehemaligen Zögling, den n. ö. Regierungspräsidenten Franz Josef von Saurau mit zwei weiteren Regierungsräten einen Plan auszuarbeiten, um wieder Ordnung und eine entsprechende neue Verfassung der Theresianisch-Savoyischen und Theresianisch-Leopoldinische Akademie herzustellen. Das Resultat war die einstimmige Meinung, eine einheitliche adelige Akademie in ihrer ursprünglichen Verfassung aus Zeiten Maria Theresias wiederherzustellen und auf die besondere Bitte des Grafen Saurau in das ehemalige Gebäude der Favorita zu platzieren. Kaiser Franz II. bewilligte diesen Wunsch und binnen weniger Monate musste das Gebäude geräumt und umgestaltet werden, um den Anforderungen angemessen eingerichtet zu werden. Zu diesem Zwecke wurden über die nächsten Jahre neue Klassenzimmer, Säle für Konversation und Feierlichkeiten, Säle für wissenschaftliche Apparate, Kameraten, Wohnzimmer, Museen und Kabinette, Hauskirche, Reitschule, botanischer Garten und Bibliothek gebaut oder neu eingerichtet und ausgestattet. Am 1. Dezember 1797 begann bereits der Unterricht, eine feierliche Eröffnung folgte am 11. Dezember desselben Jahres in Anwesenheit der Brüder des Kaisers, den Staatsministern, Prälaten und weiteren Persönlichkeiten.
Unter Josef Thadäus Freiherrn von Sumerau (1801 – 1817) kamen die konservativen Prinzipien, welche Kaiser Franz II. als leitende Richtlinien aufgestellt hat, zur Geltung. Aufgrund der Gefahren und nachhaltigen Folgen der französischen Revolution, widmete Kaiser Franz II. besondere Aufmerksamkeit der Heranbildung sittlicher Charaktere, der Anhänglichkeit an die Dynastie und das Vaterland und auf gründliche wissenschaftliche Bildung. Nach diesen Gesichtspunkten wurden einige Veränderungen im Hinblick auf die Erziehung und Unterricht vollzogen und Instruktionen für die Präfekte und 1802 Statuten für Zöglinge entworfen. Da die Lehrerschaft und der Erziehungskörper verschiedenen Orden und Ständen angehörten, wurde die Instabilität im pädagogischen Bereich und die verschiedenen Erziehungsansätze diesem Umstand zugeschrieben. 1803 wurde auf kaiserliche Entschließung der Direktor der Anstalt Abbé Hofstätter entzogen und vorübergehend dem Stellvertreter Josef Freiherr von Penkler übertragen, der gemeinsam mit den beiden Vizerektoren einen neuen Organisationsplan entwerfen sollte. Der Plan äußerte sich darin, dass das Kuratorium im Sommer 1804 die pädagogische Leitung den Piaristen böhmisch-mährischer Provinz übertrug. Im Oktober traf der neue Rektor Hermenigild Großmann (1804-1806) sowie 29 Lehrer aus dem Piaristenorden ein. Im November folgte die Entlassung aller Privatpräfekte und nur die darunter befindlichen Piaristen wurden belassen. Für die ungarischen Zöglinge wurden Piaristen ungarischer Provinz zur Aushilfe herangezogen. Nach der Pensionierung des Schulrektors Hermenigild Großmann 1806, zog er sich an das böhmischen Piaristenkolleg in Schlackenwert zurück, wo er als Vorsteher zukünftige junge Geistliche für die Dienste der Akademie herangebildete
Die Stipendisten mussten sich an die allgemein bestehenden Normen halten, sodass jeder Zögling, der bei der Bewertung aus den Studien, Sitten oder Religion zweite Klasse erhielt, sein Stipendium verlor und die Anstalt verlassen musste. Für die monatlichen und halbjährlichen Prüfungen der höheren Studien wurden Ende 1804 Staatsräte als kaiserliche Kommissäre bestimmt. Die Studienhofkommission beanspruchte die wissenschaftliche Oberaufsicht über die Studien, was 1815 dazu führte, dass Vertreter der Studienhofkommission als Beisitzer an den Prüfungen anwesend sein sollten.
Eine „Studien-Revisions-Commission“ erarbeitete und ergänzte den geltenden Lehrplan und brachte ihn 1805 für die Gymnasien und philosophischen Studien heraus, der mit wenigen Ergänzungen im Jahr 1819 bis 1849 an österreichischen Gymnasien galt. Der neue Lehrplan sah vom Klassenlehrersystem ab und befürwortete stattdessen das Fachlehrersystem. Auf diese Weise sollten vertiefte und nützliche Sachkenntnisse vermittelt werden. Die Ausbildung der Lehrer kam dementsprechend in den Vordergrund. Der Studien- und Erziehungsplan der Anstalt beruhte auf den damals bestehenden staatlichen Normen und verfolgte zusätzlich das ehemalige Ziel, den Zöglingen eine universelle Bildung zu bieten.
Die allgemeine Regulierung des juridisch-politischen Studiums an Universitäten und Lyzeen sollte auch am Theresianum eingeführt werden, welche mit dem Dekret vom 19. Oktober 1810 in einem vierjährigen Kurs in Kraft trat. Neben dem Gymnasium und den philosophischen und juristischen Jahrgängen gab es noch eine Vorbereitungsklasse, da mehrere Zöglinge aus den verschiedenen Provinzen ein unterschiedliches Sprachniveau hatten oder den fehlenden Lernstoff erst nachholen mussten. 1819 erfolgte eine Veränderung im Lehrplan aller österreichischen Gymnasien, infolgedessen der Gymnasialunterricht um ein Jahr vermehrt wurde und somit das niedere Studium 6 Jahre dauerte. Das Fachlehrersystem wurde aufgehoben und das Klassenlehrersystem erneut eingeführt. Der Naturgeschichtsunterricht wurde aus dem Lehrplan gestrichen. Stattdessen wurden wieder die klassischen Sprachen akzentuiert.
Eine besondere Blüte erlebte das Theresianum unter dem Kurator Ludwig Graf Taaffe (1834-1855), der bald nach Beginn seiner Amtszeit eine Schwimmschule errichten ließ und zahlreiche Maßnahmen für die Förderung des Turnunterrichts einleitete. Die Theresianische Ritterakademie zählte somit zur ersten zivilen Erziehungsanstalt in Österreich, in welcher der Turnunterricht eingeführt wurde, und das sowohl im Freien als auch in einem eigenen Turnsaal. Graf Taaffe widmete eine besondere Aufmerksamkeit der Verbesserung des Sprach- und Rechtsstudiums: für das juristische Studium wurden weltliche Juristenpräfekte sowie ein französischer Sprachmeister angestellt. Große Sorgfalt widmete er der Förderung der ungarischen Sprache und Literatur sowie dem ungarischen Rechtsstudium – er erhob diese Fächer von provisorischen zu Hauptgegenständen und ermöglichte auch Zöglingen nicht ungarischer Nation am Studium des ungarischen Rechts teilzunehmen.
Im Zuge der politischen Umbrüche in den Jahren 1848/49 geriet auch die k. k. Theresianische Ritterakademie in den Fokus staatlicher Reformbestrebungen. Das Unterrichtsministerium beabsichtigte zunächst, die Anstalt gänzlich aufzuheben, doch anstelle einer endgültigen Schließung gelang es dem Kurator Taaffe die Weiterführung der Anstalt zu sichern, wenngleich unter veränderten Bedingungen. Den Piaristen wurde die Leitung der Anstalt entzogen, das Privileg einer adeligen Erziehungsanstalt abgeschafft und die Zulassung von bürgerlichen Söhnen und externen Zöglingen eingeführt. Die Gymnasialreform von 1849 hatte zur Folge, dass die Theresianische Ritterakademie in ein Gymnasium transformiert wurde und sich nach dem 1849 veröffentlichten Lehrplan Entwurf der Organisation der Gymnasien und Realschulen in Österreich“ richtete. Eine Ausnahme bildeten ausländische Zöglinge, die nach einem eigenen Lehrplan unterrichtet wurden. Anstelle der ehemaligen Einteilung in die höheren und niederen Studien, bestand die neue Gliederung aus acht Gymnasialklassen, die ins Unter- und Obergymnasium aufgeteilt waren, wobei der Abschluss nur mit der Reifeprüfung erlangt werden konnte.
In den obersten zwei Jahrgängen wurde der Gegenstand philosophische Propädeutik unterrichtet, der als Vorbereitungskurs für das spätere Universitätsstudium verstanden werden kann. Die juridisch-politischen Studien wurden am Theresianum abgeschafft und die Zöglinge der Juristenabteilung sollten von nun an die Vorlesungen an der Universität Wien besuchen und dort ihre Prüfungen ablegen. Die Juristenprofessoren wurden dementsprechend Universitäten zugewiesen, die Juristenpräfekte blieben allerdings am Theresianum angestellt und förderten die Juristenzöglinge mit sogenannten „Colloquien“, die zur Unterstützung ihrer Studien dienten. Dieser Unterricht war für alle Juristen obligat, überdies hinaus erhielten sie Unterricht in Französisch, Reiten, Turnen, Fechten und ihrer Nationalsprache, falls ihre Muttersprache nicht Deutsch war. Die Unterrichtsgestaltung und das Lehrpersonal unterlag dem neubegründeten Ministerium für Cultus und Unterricht und die Kompetenzen des Kurators wurden auf die Vermögensverwaltung eingeschränkt. Im Laufe der 1850er Jahre wurden die zurückgebliebenen Piaristen durch weltliche Professoren und Präfekte ersetzt.
Neben den obligaten Gegenständen, die für öffentliche Gymnasien verpflichtend waren, bot das Theresianische Gymnasium den sogenannten akademischen Unterricht an. Dieser umfasste österreichische Nationalsprachen, Französisch für alle Jahrgänge, Englisch und Italienisch für das Obergymnasium, Turnen, Schwimmen, Tanzen, Reiten, Fechten, Zeichnen. Es kamen auch neue Gegenstände hinzu – Stenographie ab 1861, Musik ab 1862, militärisches Exerzieren ab 1862. Im Schuljahr 1866/1867 wurde der Turnunterricht im Semesterzeugnis eingetragen und auf Leistung, Fleiß und Sitten klassifiziert. Im Theresianischen Garten wurde folglich ein Turnplatz eingerichtet, um den Turnunterricht auszuweiten.
Der Österreichisch-Ungarische Ausgleich von 1867 wirkte sich auch auf die Theresianische Akademie aus. Im Jahr 1875 übergab das Kuratorium die ungarischen Besitztümer an das Königliche Ungarische Unterrichtsministerium. Im Gegenzug verpflichtete sich die ungarische Seite, dauerhaft mindestens zwanzig ungarische Stiftsplätze an der Theresianischen Akademie zu finanzieren. Die ungarischen Zöglinge wurden zwar nach einem vom ungarischen Unterrichtsministerium entworfenen Lehrplan unterrichtet, unterstanden jedoch weiterhin den österreichischen Unterrichtsgesetzen. Für die Zöglinge ungarischer Nationalität bzw. jene, die sich künftig in den ungarischen Staatsdienst zu begeben gedachten, wurden die Pflichtgegenstände „ungarische Sprache und Literatur“ sowie „ungarische Geschichte und Landes¬kunde“ eingeführt. Zur Überwachung dieser Vereinbarung entsandte die ungarische Regierung regelmäßig einen eigenen Inspektor an die Akademie. Auch bei der Reifeprüfung in den ungarischen Fächern war ein Kommissär des ungarischen Kultus- und Unterrichtsministeriums anwesend. Die Theresianische Akademie nahm damit im Bildungswesen der Doppelmonarchie eine Sonderstellung ein: sie war die einzige Lehranstalt, an der ein Maturitätszeugnis erworben werden konnte, das gleichzeitig vom österreichischen wie vom ungarischen Staat anerkannt wurde.
Als die Räumlichkeiten der Orientalischen Akademie am Jakoberhof nicht mehr ausreichten und zugleich finanzielle Mittel für einen Neubau fehlten, entwarf Gautsch einen Plan zur administrativen und ökonomischen Verbindung der Orientalischen Akademie mit der Theresianischen Akademie. Im Jahr 1883 wurde zwischen dem Kuratorium und dem Ministerium des Äußeren, dem die Orientalische Akademie unterstand, ein Übereinkommen getroffen, in dem die räumliche Unterbringung der Orientalischen Akademie und eine ökonomisch-administrative Vereinigung beider Akademien festgelegt wurde. Bei Wahrung der Selbstständigkeit sollten beide Akademien künftig einer Direktion unterstehen. Die Leitung wurde in Personalunion dem Direktor der Theresianischen Akademie übertragen. Bereits am 1. November 1883 zogen die Zöglinge der Orientalischen Akademie ins Theresianum ein, mussten allerdings erst provisorisch untergebracht werden, da der Bau des vierstöckigen Konsulartrakts erst begonnen wurde, der den Reitschulhof nach Norden abschließen sollte. Nach dessen Fertigstellung im darauffolgenden Jahr bezogen sie schließlich den nördlichen Baukomplex.
Die letzten Jahre des 19. Jahrhunderts zeichneten sich durch eine ungewöhnliche Vielfalt an Ergänzungsfächern und modernen Unterrichtseinrichtungen aus, die es von anderen mittleren Lehranstalten des In- und Auslands deutlich abhob. Im Jahr 1888 wurde der Turnunterricht beträchtlich ausgeweitet und um abendliche Turnübungen ergänzt. Bereits 1889 – weit vor allen anderen Schulen – führte die Anstalt den Handfertigkeitsunterricht ein. Dieser wurde in den Wintermonaten von vier Fachlehrern erteilt und umfasste Tischlerarbeiten, Holzschnitzen, Modellieren und Kartonnage. Auf Anordnung des Unterrichtsministers Gautsch wurde 1893 der Anschauungsunterricht für alle Fächer eingeführt. Im Zuge dessen wurde neben den bereits vorhandenen naturhistorischen, physikalischen und chemischen Kabinetten, ein Archäologisches Kabinett eingerichtet, das den Geschichts- und Altsprachenunterricht auf anschauliche Weise bereicherte, 1895 folgte ein Geographisches Kabinett, das auf den seit 1978 tradierten Lehrmitteln für Geographie und Geschichte beruhte. Ein Jahr später folgte die Einführung der Gartenarbeit als praktische Ergänzung zum botanischen Unterricht während der Sommermonate. Im Jahr 1897 wurde schließlich – nach einem Probejahr – den Obergymnasiasten eine neue Sportdisziplin eingeführt – Radfahren, welches im akademischen Garten gestattet war. Bei schlechtem Wetter wurde den Zöglingen sogar erlaubt, im Festsaal zu fahren.
Die außenpolitische Lage der Monarchie hatte sich in den 90er Jahren des 19. Jahrhunderts spürbar gewandelt. Dadurch wurde die Notwendigkeit erkannt, den Konsulardienst zu verbreiten und zu verbessern. Die gegen 1896 zusammengetragene Kommission, der auch der damalige Direktor der Orientalischen und Theresianischen Akademie Michael Freiherr von Pidoll zu Quintenbach (1885-1907) angehörte, setzte sich für eine grundlegende Reform der Orientalischen Akademie ein und strebte deren Umwandlung in eine moderne Konsularakademie an. Nach der Ausarbeitung eines neuen Studienplans, welcher gleichermaßen aus Fächern für den diplomatischen und konsularischen Dienst bestand und an dem sich die Pädagogen und der Direktor Pidoll beteiligten, wurde schließlich 1898 die Reform der k. u. k. Konsularakademie eingeleitet. Die Studienpläne wurden laufend den Erfordernissen der sich ändernden Umwelt und den intensivierten auswärtigen Beziehungen infolge der Industrialisierung angepasst. Als letzter Punkt wurde der Bau eines eigenen Gebäudes für die Konsularakademie beschlossen und 1904 in der Boltzmannsgasse zuendegeführt. Die Konsularakademie übersiedelte folglich an ihren neuen Standort und die Leitung wurde erneut getrennt geführt.
Der wachsende Zustrom der Zöglinge war zu Beginn des 20. Jahrhunderts so stark, dass es Überlegungen gab, eine größere Erziehungsanstalt im Lainzer-Tiergarten zu bauen, mit dem Ziel „das größte College auf dem Kontinent“ zu errichten. Die Pläne wurden 1910 bereits vom Kaiser genehmigt, doch der Ausbruch des Ersten Weltkriegs verhinderte ihre Umsetzung. Viele Theresianisten fielen im Krieg und die Existenz der Theresianischen Akademie war in ernster Gefahr.
Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges führte die veränderte Staatsform, die steigende Inflation und der Verlust der Stiftlinge aus den Nachfolgestaaten einer kritischen Neuordnung. Das Theresianum sollte in eine Bundeserziehungsanstalt umgewandelt werden unter der Leitung der neuen Regierung. Mit 1. Oktober 1919 übernahm das Unterrichtsministerium die oberste Leitung der Theresianischen Akademie und definierte den Wirkungskreis des Direktors nach neuen Richtlinien. Im Schuljahr 1919/20 erfolgten erste strukturelle Anpassungen. Die untere Abteilung der Vorbereitungsklasse wurde aufgelassen, im Gegenzug eine Deutsche Mittelschule eingerichtet. Sie begann zunächst nur mit dem ersten Jahrgang, der aus 14 Zöglingen bestand und vom Lehrkörper der Akademie unterrichtet wurde. Die Muttersprache aller Zöglinge war Deutsch und mit Ausnahme von vier Zöglingen bezogen alle ein Staatsstipendium. Die Deutsche Mittelschule bestand parallel zum Gymnasium, wurde jedoch bereits mit Beginn des Schuljahres 1923/24 wieder aufgehoben, da die Vergabe von Stiftsplätzen eingestellt wurde. In der Folge mussten die drei bestehenden Jahrgänge der Deutschen Mittelschule aufgelöst werden.
Um eine breitere Schicht der Bevölkerung anzuziehen, entschloss das Unterrichtsministerium im Sommer 1925 das Gymnasium der Theresianischen Akademie in ein Realgymnasium umzugestalten, welches nach dem Lehrplan vom 8.8.1908 erfolgen sollte. Die Änderung betraf zunächst nur die ersten vier Jahrgänge, die Oberstufe (5.–8. Klasse) wurde bis zur Matura weiterhin nach dem traditionellen gymnasialen Lehrplan bis zum Auslaufen der letzten Jahrgänge geführt. 1926 wurde wiederum der Tradition entsprechend ein ungarischer Regierungskommissär für die damals noch immer zahlreichen ungarischen Schüler, die den ungarischen Unterricht in Sprache, Literatur und Geschichte erhielten, berufen.
Neben dem Anstaltsrealgymnasium wurde 1928 auch ein Schülerheim errichtet, dessen Zöglinge Privatunterricht erhielten und hinsichtlich der Erziehung, Beaufsichtigung, Verpflegung und Unterbringung wie die anderen Zöglinge behandelt wurden. Die ehemalige Juristenabteilung wurde 1933 in ein Hochschülerheim umgewandelt und bot 24 Studenten Platz. Diese Möglichkeit wurde bereits zuvor ehemaligen Absolventen angeboten, die ein Hochschulstudium in Wien bezogen und war jetzt sämtlichen Hörern der Wiener Hochschulen zugänglich.
Trotz der neuen Umstände, konnte das Theresianum seinen Schülern wie in der Vergangenheit auch in den 20ern und 30ern einen einzigartigen Schulalltag mit viel Entfaltungsfreiraum bieten. 1921 wurde der Sportklub der Theresianischen Akademie gegründet. Die Sportaktivitäten bestanden aus einer Vielzahl von Ballspielen, Leichtathletik und Gymnastik, Schwimmen, Tischtennis, Fechten, Tanzen, Radfahren. Der Reitsport wurde zwar nach 1918 abgeschafft, doch um 1930 erneut eingeführt. Der Tennissport erfuhr große Beliebtheit dank der neuen Tennisplätze, ebenso das Fußballspielen. Im Winter sorgten die Rodelbahn und der Eislaufplatz für erfrischende Abwechslung. Der große Park bot zudem genügend Raum, um die Schüler zur Freude an der Natur anzuregen und durch Beobachtungen der wechselhaften Naturerscheinungen zu lernen. Die vielfältigen heimischen Baum- und Pflanzenarten, ausländischen Zierbäume und Nutzpflanzen des wiedererrichteten botanischen Gartens förderten den naturgeschichtlichen Unterricht. Nicht nur die Pflanzenwelt, sondern auch die zahlreichen im Garten lebenden Vogelarten luden die Schüler zur Beobachtung ein und gewährten praktische Einblicke in die Ornithologie. An klaren Abenden erhielten die Schüler der Oberstufe wiederum die Möglichkeit die Gestirne am Himmel unter Anleitung zu beobachten. Über dem Rahmen des obligaten Lehrplans hinaus stand auch die Erziehung zur Kunst im Vordergrund und wurde durch Zeichenunterricht, Tischlerei, Keramik- oder Buchbindereiarbeiten, Instrumentalunterricht, Chor, Orchester und das Theresianische Theaterspiel gefördert. Für eine gute seelische Entwicklung der Zöglinge sollte die Erziehung auf religiöser Grundlage sorgen. Die Grundzüge der religiös-sittlichen Ausbildung bot der Religionsunterricht und die freiwilligen regelmäßigen Gottesdienste. Die Erziehungsanstalt bot darüber hinaus allen Schülern, die freiwillig Interesse an einer religiösen Vertiefung zeigten, die Gründung von Arbeitsgemeinschaften, im Rahmen derer die Schülergruppen an sogenannten Heimabenden sich zu Vorträgen, Weiterbildung und freien Unterhaltungen trafen.
Nach dem Einmarsch der deutschen Truppen im März 1938 bemühte sich der damalige Direktor Prof. Alois Papla, die bisherige Form der Theresianischen Akademie aufrechtzuhalten. Er erhielt jedoch die Anweisung, sich unter Abgabe einer „Arier-Erklärung“ von allen „nicht-arischen“ Schülern, Professoren und Angestellten zu trennen. Da diese Anordnung von der Direktionsleitung nicht umgesetzt wurde, wurde Papla im Juni 1938 seines Amtes enthoben und die Theresianische Akademie der Verwaltung der Staatserziehungsanstalten unterstellt. Die meisten Lehr- und Erziehungskräfte sowie Personal verließen die Anstalt bereits 1938 aufgrund von Pensionierung oder Versetzung. Die Mehrheit der über die bevorstehenden Maßnahmen vorgewarnten Zöglinge verteilte sich wiederum auf verschiedene Wiener Mittelschulen oder flüchtete ins Ausland. Im neuen Schuljahr 1938/1939 wurde das Theresianum zunächst in eine Staatserziehunganstalt für Knaben umgewandelt, bereits im September 1938 erfolgte der Erlass des Reichserziehungsministeriums die Staatserziehungsanstalt in eine nationalpolitische Erziehungsanstalt umzuwandeln, was am 13.03.1939 offiziell vollzogen wurde. Die Verwaltung der NAPOLA ging am 1.4.1939 an den Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung der nationalpolitischen Erziehungsanstalten in Berlin über. Obwohl die Anstalt unter dem Namen „Nationalpolitische Erziehungsanstalt Wien-Theresianum“ geführt wurde, bestand inhaltlich keinerlei Kontinuität mehr zum ursprünglichen Theresianum.
Im Mai 1945 wurde das Gebäude des Theresianums von sowjetrussischen Besatzungstruppen beschlagnahmt und nach der Räumung der zivilen Verwaltung der USIA übergeben. Obwohl im Jubiläumsjahr 1946 erneut ein neuer Kurator mit Ressortvertretern von der Bundesregierung eingesetzt wurde, dauerte es noch fast ein Jahrzehnt, bis die ehemalige Favorita 1955 dem ursprünglichen Bildungszweck zurückgeführt werden konnte.
Zwei Jahrhunderte nach seiner Gründung stand das Theresianum erneut vor einem Neubeginn. Das durch Bomben- und Pakttreffer schwer beschädigte Gebäude musste von Grund auf saniert und restauriert werden. Die zum Großteil fehlende Inneneinrichtung musste ergänzt werden und auch die ins Leben gerufene Schule verlangte eine zeitgemäße Ausrichtung und klare pädagogische Zielsetzung. Nach längeren Verhandlungen beschloss das Kuratorium der Theresianischen Akademie, das Gebäude in seiner historischen Form wiederherzustellen, die Innenräume aber modern zu gestalten und die Schule als Realgymnasium mit universaler Bildungsausrichtung zu führen. Von Beginn an unterschied sich das wiederbelebte „Theresianum redivivum“ von staatlichen Realgymnasien durch einen Sonderlehrplan mit einem starken Schwerpunkt auf den obligaten Fremdsprachenunterricht (1. Klasse Französisch, 3. Klasse Latein, 4. Klasse Englisch) und der gezielten Förderung besonderer Begabungen aufgrund eines breitgefächerten Angebots. Zugleich sollte die Schule allen Bevölkerungsschichten offenstehen und auch Kindern aus dem Ausland den Schulbesuch ermöglichen.
Die Umbauarbeiten begannen im Februar 1957 und erstreckten sich über ein Jahrzehnt. Bereits am 16. September 1957 nahm das Realgymnasium seinen Betrieb mit drei ersten sowie je einer zweiten und dritten Klasse auf. Die am meisten genutzten Unterrichtsräume sowie die Krankenabteilung wurden auf die Gartenseite verlegt. Die Wohnbedingungen im Internat wurden modernisiert und anstelle der früheren für 14 bis 23 Zöglinge großen Schlafsäle auf kleinere Wohneinheiten mit vier Betten, einem eigenen Bad und Putzraum eingerichtet. Mit Ministerialerlass vom 30. Jänner 1958 erfolgte schließlich die Anerkennung des Theresianums als öffentliches Realgymnasium. Das am 1.9.1962 in Kraft tretende Privatschulgesetzt stellte die offizielle, bis heute anhaltende, Bezeichnung der Schule fest: Öffentliches Gymnasium der Stiftung Theresianische Akademie. Das neusprachliche Gymnasium etablierte in der 6. Klasse Russisch als einen zusätzlichen Pflichtgegenstand.
Die revolutionäre Jugendbewegung und die Forderung demokratisch geführter Institutionen machte sich in den späten 1960er Jahren auch am Theresianum bemerkbar. Die Schüler- und Elternschaft forderten Mitspracherechte an der Hausordnung, und Unterrichtsführung und Schulveranstaltungen, die Autoritätsvorbilder galten als veraltet und nicht mehr zeitgerecht. Zu Beginn des Schuljahrs 1968/69 wurde durch Direktor HR Dr. Roger Kerber (1958-1968) der Schülerbeirat konstituiert, der aus einem Gremium von ausgewählten Vertretern der Schülerschaft (Schulsprecher, Klassensprecher und deren Vertretern) bestand. Am 25. November 1969 wurde der Elternverein gegründet, welche seither die Interessen der Eltern vertritt. Mit dem Eintritt des neuen Schulleiters HR Dr. Alfred Weissgärber (1975-1992) schaltete das Theresianum einen neuen Kurs ein. Zu seinen ersten bedeutsamen Aktivitäten gehörte die Förderung von Austauschprogrammen, die seither einen festen Bestandteil der Ausbildung bildeten und nicht nur den Umgang der erworbenen Fremdsprachenkenntnissen stärken sollten, sondern auch den internationalen Charakter der Schule, kulturelle Diversität und Weltoffenheit.
Der starke Rückgang der Internatszöglinge und die sinkenden Klassenzahlen führten dazu, dass sich bei der Generalversammlung der Vereinigung der ehemaligen Theresianisten 1977 die Mitglieder zum ersten Mal mit der Frage der Koedukation beschäftigten. Unter drei Kuratoren wurde die Thematik immer wieder neu aufgegriffen und schrittweise ein Plan ausgearbeitet, bis im Schuljahr 1989/1990 erstmals Schülerinnen am Gymnasium aufgenommen wurden. Bereits im Jahr zuvor hatte eine Kooperation mit dem Lycée Français de Vienne die Grundlage dafür geschaffen, indem erstmals auch Mädchen im Vollinternat untergebracht werden konnten. Mit der Aufnahme der ersten Schülerinnen sowie der ersten Lehrerinnen in den Lehrkörper wurde ein bedeutender Schritt in der Schulgeschichte gesetzt, der den Schulalltag nachhaltig veränderte und bereicherte.
m April 1993 trat die erste weibliche Führungskraft am Theresianum das Amt der Schulleitung an, HRin Dr. Waltraud Hauschka (1993-2012). Ihre Amtszeit war von tiefgreifenden Veränderungen und einer umfassenden Modernisierung der Schule geprägt. Im Rahmen des Projekts „Theresianum 2000“ wurden in den 1990er Jahren umfangreiche Umbau- und Sanierungsmaßnahmen durchgeführt. Dazu zählten unter anderem die Generalsanierung des naturwissenschaftlichen Bereichs, die Errichtung einer neuen Sporthalle und Renovierung des Hallenbads. Ein bedeutender Schritt war zudem die Einrichtung einer modernen Schülerbibliothek, der Kurt-Schubert-Bibliothek. Auch im pädagogischen Bereich wurden wichtige Neuerungen umgesetzt. Im Jahr 1995 wurde das Theresianum österreichische Kooperationsschule des Model European Parliament (MEP) und beteiligt sich seither regelmäßig an internationalen Sitzungen. Die von ihrem Vorgänger begonnene Schulpartnerschaftsinitiative weitete Schuldirektorin Hauschka auf rund 20 Partnerschulen in Europa und außerhalb aus. 1997 erfolgte eine Neugestaltung des Sprachenmodells: Die zweite Fremdsprache wurde bereits ab der 3. Klasse eingeführt, Latein ab der 4. Klasse. Ein weiterer Meilenstein war das Jahr 2000: Mit der Einführung der „Europaklasse“ als Schulversuch wurde ein neues Bildungskonzept etabliert, im selben Jahr wurde erstmals eine Kooperation mit Boston Consulting Group gestartet, welche traditionell jährlich mit dem Projekt Business@school durchgeführt wird. 2001 folgte die erste Laptopklasse, 2002 die Ausstattung aller Klassen als Medienklassen. Unter ihrer Direktion kam es zur Verdoppelung der Schülerzahlen, was auch eine entsprechende Erweiterung der Klassenstruktur mit sich brachte. Im Jahr 2005 wurde die Fünf-Tage-Woche in den ersten Klasse eingeführt und 2006 auf die gesamten Unterstufe ausgeweitet. In ihrer letzten Amtsperiode erfolgte der Ausbau und Modernisierung des Internats.
Im Schuljahr 2012/2013 wurde HR Mag. Andreas Schatzl (Jänner 2013-heute) im Beisein der damaligen Bundesministerin Dr. Claudia Schmied in das Amt des neuen Schuldirektors eingeführt. In seiner vorherigen langjährigen Tätigkeit im Bildungsministerium war er an der Entwicklung der neuen Reifeprüfung für allgemeinbildende höhere Schulen als Projektleiter federführend beteiligt, die neben den schriftlichen Klausurarbeiten und mündlichen Prüfungen auch eine vorwissenschaftliche Arbeit umfasste. Außerdem war er Fachexperte für ganztägige Schulformen. Direktor Schatzl ist seit 2016 zudem als pädagogischer Vorstand gemeinsam mit Mag. Martin Lochmann Geschäftsführer der Stiftung Theresianische Akademie. In Direktor Schatzls Ära fällt die schrittweise Generalsanierung aller Stammklassen, des Hallenbades sowie der Gangbereiche und der Zubau im Küchenhof. Weitere wichtige pädagogische Entwicklungen der jüngeren Geschichte waren die Einführung der Fünf-Tage-Woche auf die Oberstufe, die Schaffung von Verhaltensvereinbarungen, die Einführung von Digitalklassen im Jahr Schuljahr 2021/2022, die Etablierung der standardisierten, kompetenzorientierten Reifeprüfung und der Individuellen Kompetenzmessung (IKM), die Erlangung der Schulautonomie und die Etablierung des naturwissenschaftlichen Schwerpunkts in der Oberstufe mit einem schulautonomen Gegenstand „Science“ und Darstellender Geometrie anstelle der 3. Lebenden Fremdsprache Russisch und die Einführung eines neuen Konzepts der Tagesbetreuung für die Oberstufe 2024.