Arbeitsumfeld | Anstellungsart | Gehalt |
|---|---|---|
Privatkindergarten | Vollzeit | ab 3.600 brutto |
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Weiter zum StellenagebotKuratoren
Der Rolle des Kurators kamen im Laufe der Jahrhunderte unterschiedliche Aufgaben zu. War die Funktion des Kurators ursprünglich auf die Aufsicht über Erziehung und Lernfortschritte der Zöglinge gerichtet, entwickelte sich im Laufe der Zeit daraus ein eigenständiges Verwaltungsorgan, das zunehmend die Verwaltung über die Fondsgüter und Organisation der baulichen Belange übernahm.
Mag. Martin Netzer, MBA (seit 2023)
Seit Februar 2023 hat Mag. Martin Netzer das Amt des Kurators der Stiftung inne.
Min.Rat Dr. Stephan Nagler (1999-2023)
Erweiterung zum Campus Theresianum
Unter Kurator Dr. Stephan Nagler begann das Theresianum mit baulichen, organisatorischen und digitalen Modernisierungen in ein neues Jahrhundert. Wichtige Schritte waren der Umbau des Oberen Stöckls, die Wiederherstellung historischer Bauelemente, die WLAN-Ausstattung aller Räume und die Einrichtung von Medienklassen. Zugleich wurde die Stiftung wirtschaftlich und rechtlich konsolidiert und das Stipendiensystem international erweitert. Mit der Ausweitung des Stiftsbriefs auf Volksschule und Kindergarten entstand der neue Campus Theresianum, der 2011 eröffnet wurde. Nagler begleitete diese Entwicklung bis 2023 als prägenden Kurator und setzte damit wichtige Akzente für die heutige Struktur des Hauses.
Mag. Leo Leitner (1988-1999)
Vollendung „Theresianum 2000"
Mag. Leo Leitner führte als Kurator die bereits unter seinem Vorgänger begonnene Modernisierung des Theresianums konsequent weiter und vollendete das Projekt „Theresianum 2000“. Ein zentrales Ergebnis seiner Zeit war die erfolgreiche Einführung der Koedukation, die den Schulalltag nachhaltig veränderte. Unter seiner Mitwirkung erlebte die Akademie zudem einen starken Ausbau und eine funktionale Erneuerung, etwa durch die Modernisierung von Internat, Bibliothek, Turnhalle, Schwimmhalle und naturwissenschaftlichen Lehrsälen. Mit der ersten weiblichen Direktorin Dr. Waltraud Hauschka und dem deutlichen Anstieg der Schülerzahlen setzte in dieser Phase auch eine personelle und strukturelle Erneuerung ein. Leitner schloss seine Amtszeit kurz vor der Jahrtausendwende ab und hinterließ ein modernisiertes, deutlich zukunftsorientiertes Theresianum.
Dr. Heinrich Haymerle (1983-1988)
Weg zur Koedukation
Dr. Heinrich Haymerle brachte als langjährig verbundener Alttheresianist wichtige Impulse für die Zukunft des Theresianums ein. Unter seiner Kuratorschaft wurde angesichts sinkender Schülerzahlen intensiv über die Koedukation beraten und mit „Theresianum 2000“ eine umfassende Neuausrichtung vorbereitet. Zugleich setzten strukturelle Veränderungen ein, darunter die Auflösung der Savoyen- und der Engelbert-Dollfuß-Stiftung sowie die Übertragung des Restvermögens an die Stiftung Theresianische Akademie. Ein entscheidender Schritt war die Aufnahme der ersten Schülerinnen im Internat 1988/1989 und damit die praktische Öffnung des Theresianums für Mädchen. Haymerles Wirken legte so die Grundlage für die spätere Koedukation und die moderne Entwicklung der Institution.
Dr. Ludwig Wohlgemuth (1967-1982)
Modernisierung des Theresianums
Dr. Ludwig Wolgemuth wirkte maßgeblich an der Vorbereitung und Umsetzung der neuen Schulgesetze mit, die 1962 in den Gymnasiallehrplan einflossen. Während seiner Amtszeit wurden wichtige bauliche Anpassungen vorgenommen, darunter die Renovierung der evangelischen Kapelle und die Verbesserung der Raumaufteilung im Oberen Stöckl. Er trieb außerdem die organisatorische Weiterentwicklung der Akademie voran, etwa durch die Verlegung der Direktion in ruhigere Räumlichkeiten und die Anpassung der schulischen Infrastruktur. In seiner Zeit wurden zudem die Weichen für spätere Reformen gestellt, etwa durch die Überarbeitung des Stiftungszwecks und die Öffnung hin zu möglichen neuen Bildungsformen. Insgesamt legte Wolgemuth eine wichtige Grundlage für die moderne Ausrichtung des Theresianums und setzte für seine weitere Entwicklung bedeutende Akzente.
Paul Scapinelli Conte di Léguigno (1946-1966)
Wiederaufbau nach Ende des Krieges
Scapinelli zeichnete für die politische und organisatorische Rückgewinnung des Theresianums nach der Besatzungszeit und die Rückführung der Liegenschaft an ihren ursprünglichen Bildungszweck verantwortlich. Er veranlasste erste Sanierungen am stark beschädigten Akademiegebäude. Gemeinsam mit dem Bundesministerium, der russischen Verwaltungsstelle und unterstützenden Kuratoriumsmitgliedern trieb er die Freigabe des Gebäudes voran, bis es nach dem Staatsvertrag 1955 offiziell übernommen werden konnte. Unter seiner Kuratorschaft wurde außerdem der Wiederaufbau des Theresianums organisatorisch stabilisiert und die Grundlage für den Schulbetrieb ab 1957/58 geschaffen. Insgesamt prägte Scapinelli die Wiedererrichtung der Institution über zwanzig Jahre lang und legte damit den Grundstein für ihre Rückkehr als moderne Bildungsanstalt
Dr. Otto Freiherr von Skrbensky (1935-1938)
Letzte Jahre vor dem zweiten Weltkrieg
Skrbensky übernahm die Leitung der Akademie in einer politisch turbulenten Zeit und bemühte sich um die Stabilisierung der Institution. Er initiierte verschiedene Projekte zur Verbesserung der Einrichtung und stellte sicher, dass die Akademie weiterhin als Bildungseinrichtung fungierte. Leider wurde die Theresianische Akademie 1938 in die nationalsozialistischen Strukturen eingegliedert, was ihr Ende als unabhängige Institution bedeutete.
Dr. Max Hussarek von Heinlein (1930-1935)
Finanzielle Einschnitte
Hussarek bemühte sich trotz ungünstiger finanzieller Umstände um die Stabilität der Akademie und die Aufrechterhaltung der Bildungsqualität. Er führte die Umwandlung der ehemaligen Juristenabteilung in ein Hochschülerheim ein, um zusätzliche Einnahmen zu generieren. Seine Amtszeit war jedoch geprägt von der Notwendigkeit, drastische Einschnitte vorzunehmen.
Dr. August von Ségur-Cabanac (1925-1930)
Wirtschaftliche Belastungen
Ségur-Cabanac trat in einer Zeit an, in der die Akademie mit erheblichen wirtschaftlichen Herausforderungen konfrontiert war. Er versuchte, die institutionelle Stabilität wiederherzustellen und neue Stiftungen zu initiieren, jedoch blieben seine Bemühungen oft erfolglos.
Dr. Ernst Seidler von Feuchtenegg (1918-1919)
Nachkriegszeit
Seidler übernahm die Führung der Akademie in einer Zeit großer Unsicherheit nach dem Ersten Weltkrieg. Seine Amtszeit war geprägt von finanziellen Schwierigkeiten und dem Verlust der Patronanz des Kaiserhauses. Er setzte radikale Sparmaßnahmen um, um die Akademie über Wasser zu halten, jedoch blieb der Fortbestand fraglich.
Dr. Paul Freiherr Gautsch von Frankenthurn (1893-1918)
Modernisierung
Gautsch war ein zentraler Akteur in der Modernisierung des Unterrichtswesens und führte systematische Lehrmethoden ein, die auf Anschauungsmaterialien basierten. Er legte großen Wert auf die finanzielle Stabilität der Akademie und initiierte verschiedene Stiftungen zur Unterstützung bedürftiger Schüler. Seine weitreichenden Reformen trugen wesentlich zum guten Ruf der Akademie im frühen 20. Jahrhundert bei.
Anton Ritter von Schmerling (1865-1893)
Langfristige Stabilisierung
Schmerling sorgte für eine langfristige Stabilisierung der Akademie und erweiterte die Lehrmittelsammlungen erheblich. Er implementierte neue organisatorische Strukturen, die die Effizienz der Verwaltung steigerten. Seine Amtszeit war geprägt von einem Anstieg der Schülerzahlen und der Qualität der Ausbildung.
Georg von Stockau (1856-1865)
Finanzielle Stabilität
Stockau war bekannt für seine Fähigkeit, die Ertragsfähigkeit seines mährischen Besitzes zu steigern, was ihm auch in der Akademie zugutekam. Er konsolidierte die Akademie und erhöhte den Reservefonds, wodurch die Schuldenlast deutlich verringert wurde. Zudem vereinheitlichte er die Leitung der Anstalt, was zu einer effizienteren Verwaltung führte.
Ludwig von Taaffe (1834-1849)
Pädagogische Initiativen
Taaffe führte eine Reihe von baulichen Anpassungen und pädagogischen Reformen durch, um die körperliche und geistige Entwicklung der Zöglinge zu fördern. Er initiierte den Turnunterricht und die Umgestaltung des Gartens, um den Schülern einen Raum für Erholung zu bieten. Diese Maßnahmen machten das Theresianum zu einer der ersten zivilen Erziehungsanstalten in Österreich.
August von Herzogenburg (1821-1834)
Militärischer Einfluss
Herzogenburg war der erste Militärkurator und brachte eine strenge Disziplin in die Akademie ein. Er setzte sich für die Reduzierung des Personals und die Verbesserung der Lehrmethoden ein. Unter seiner Ägide wurde die Akademie finanziell stabilisiert und die Organisation optimiert.
Josef Thaddäus Freiherr von Sumerau-Vogt (1801-1817)
Bildungspolitik
Sumerau-Vogt widmete sich der Umsetzung der bildungspolitischen Prinzipien Kaiser Franz II. und setzte neue Statuten für die Zöglinge in Kraft. Trotz seiner Bemühungen um Reformen blieb die Akademie in finanziellen Schwierigkeiten, was die Qualität der Ausbildung beeinträchtigte. Er war jedoch ein wichtiger Fürsprecher für die Erhaltung der Institution in schwierigen Zeiten.
Franz Joseph von Saurau (1797-1801)
Rückkehr & Reorganisation
Saurau spielte eine entscheidende Rolle bei der Rückkehr der Akademie an ihren ursprünglichen Standort und der Reorganisation der Institution. Er setzte umfassende Modernisierungen im Unterrichtsbereich um und schuf neue Lehr- und Wohnräume für die Zöglinge. Seine Initiativen trugen zur Stabilität und zum Wachstum der Akademie bei.